FAQs zur Covid-19-Pandemie

Am 28. Oktober hat der Bundesrat weitere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen und die Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage geändert pdf 256kB. Gleichentags erliess die Bildungsdirektion des Kantons Zürich eine neue Verfügung zu den Schutzkonzepten von Bildungseinrichtungen pdf 795kB. Der Verband Zürcher Musikschulen hat die neuen Bestimmungen ins Schutzkonzept für Musikschulen aufgenommen pdf 103kB. Die jetzt vorliegende 5. Ausgabe des Schutzkonzepts tritt auf Beschluss der einzelnen Musikschulen am 2. November in Kraft. Lesen Sie unter «Allgemeines» , was die neuesten Bestimmungen für die Musikschulen bedeuten.

Bitte beachten Sie, dass der Regierungsrat in seinem Beschluss vom 8. Juli 2020 ausdrücklich festhält, dass die Musikschulen das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 103kB umsetzen sollen.

In eigener Sache
Die FAQs werden täglich aktualisiert. Neue und geänderte Beiträge bleiben für die Dauer einer Woche durch eine bläuliche Einfärbung gekennzeichnet.

Allgemeines

Welche Konsequenzen haben die Entscheide des Bundesrats vom 28. Oktober 2020 für die Musikschulen?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Am Mittwoch, 28. Oktober 2020 hat der Bundesrat die Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage geändert pdf 256kB und neue, schweizweit geltende Bestimmungen zur Prävention gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Welche Auswirkungen diese für die Musikschulen haben, beantwortet die 5. Ausgabe des Schutzkonzepts des Verbandes Zürcher Musikschulen pdf 103kB. Die wichtigsten Änderungen sind:

Punkt 4: Die Durchführung von Kursen, Proben und Veranstaltungen mit über 15 Mitwirkenden ab 16 Jahren werden untersagt. Für Anlässe mit jüngeren Kindern und Jugendlichen besteht nach wie vor keine Beschränkung der Mitwirkendenzahl.

Punkt 4: Alle Aktivitäten von Chören werden untersagt, unabhängig davon, wie alt die Mitwirkenden sind. Gestattet bleibt der Gesangsunterricht mit einem oder zwei Lernenden. Drei Lernende und mehr gelten als Chor.

Punkt 4: Untersagt sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Besucherinnen und Besuchern. Die Auftretenden werden nicht mitgezählt.

Punkt 5: Die Durchführung von Musiklagern wird untersagt.

Punkt 23: Die Maskentragepflicht gilt für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Sie gilt neu auch während dem Unterricht, in Kursen und bei Proben.

Punkt 23: Die Schutzmasken dürfen vorübergehend abgelegt werden, so beim Spielen eines Blasinstruments, auf Anordnung der Lehrperson beim Singen und während der Dauer eines Auftritts. Voraussetzung dafür ist immer, dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird.

Punkt 23: Kinder unter 12 Jahren müssen keine Schutzmaske tragen.

Punkt 24: Der Sicherheitsabstand für Sängerinnen und Sänger sowie Bläserinnen und Bläser beträgt zwei Meter. Alle anderen Personen müssen einen Sicherheitsabstand von 1.5 Metern einhalten. Der Sicherheitsabstand muss auch dann eingehalten werden, wenn Schutzmasken getragen werden.

Punkt 24: Kinder bis zum Alter von 8 Jahren dürfen untereinander auf die Einhaltung eines Sicherheitsabstands verzichten. Nach Möglichkeit sollen sie jedoch angehalten werden, den Sicherheitsabstand gegenüber älteren Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen einzuhalten.

Punkt 25: Die in Unterrichts-, Kurs-, Probe- und Veranstaltungsräumen verfügbare Fläche darf nicht kleiner sein als vier Quadratmeter, multipliziert mit der Anzahl gleichzeitig anwesender Personen. Der Grund für die Erhöhung der erforderlichen Quadratmeterzahl ist der sich von Untersuchung zu Untersuchung erhärtende Verdacht, dass Aerosole bei der Ansteckung mit dem Coronavirus eine wichtige Rolle spielen. Je kleiner der Raum, desto höher die Sättigung der Luft mit Aerosolen.

Punkt 34: Während des Veranstaltungsbetriebs müssen in Bewegungszonen, an Servicestationen (Empfang, Kasse, Garderobe) und bei sanitären Einrichtungen Vorkehrungen getroffen werden, die den Zugang soweit beschränken, dass der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Möglichkeiten sind die Einrichtung von Wartezonen mittels Bodenmarkierungen, das Zutrittsmanagement durch Helferinnen und Helfer oder die Beschriftung von Türen mit der maximalen Anzahl Personen, die sich gleichzeitig im betreffenden Raum aufhalten dürfen.

Punkt 35: Helferinnen und Helfer bei Veranstaltungen müssen auch dann Schutzmasken tragen, wenn Schutzwände vorhanden sind.

Punkt 36: Die Ausgabe von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen ist untersagt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese gratis oder gegen Bezahlung ausgegeben werden.

Punkt 37: Während der Veranstaltung gilt eine Sitzpflicht für Besucherinnen und Besucher.

Punkt 38: Zwischen Personen, die nicht zusammenleben, muss ein Sitz freibleiben. Das entspricht in etwa dem Sicherheitsabstand von 1.5 Metern. Der gleiche Abstand ist zwischen den Sitzreihen zu gewährleisten.

Welche Rechtsgrundlagen gelten zurzeit?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Die zurzeit massgebenden Erlasse sind: Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, geändert am 28. Oktober 2020) pdf 256kB, Corona-Pandemie, Schutzkonzepte Bildungseinrichtungen, Beschluss (Regierungsrat des Kantons Zürich, 8. Juli 2020) pdf 80kB, Maskenpflicht für Erwachsene an Bildungseinrichtungen, Verfügung (Bildungsdirektion des Kantons Zürich, 13. Oktober 2020) pdf 684kB, Vorgaben für Schutzkonzepte der Volksschulen, Verfügung (Bildungsdirektion des Kantons Zürich, 28. Oktober 2020) pdf 795kB. Coronavirus Personalrechtliche Themen, Weisung (Volksschulamt Kanton Zürich, 26. Oktober 2020) pdf 333kB.

Müssen alle Mitarbeitenden in Präsenz arbeiten?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Ja, seit Beginn des Schuljahres 2020/21 müssen alle Mitarbeitenden wieder in Präsenz arbeiten, unabhängig von ihrem Alter und unabhängig von Vorerkrankungen. Mit der Umsetzung des Schutzkonzepts des Verbandes Zürcher Musikschulen pdf 103kB kommen die Musikschulen der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitenden nach. Die Schulleitung entscheidet, ob dem allfälligen Wunsch von Lehrpersonen oder Eltern stattgegeben werden soll, Fernunterricht anstelle von Präsenzunterricht abzuhalten.

Was machen Mitarbeitende, die ihrer Arbeit aus rechtlichen oder anderen Gründen nicht nachgehen können?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Was macht die Dirigent/in oder die Chorleiter/in während der Arbeitszeit, die für eine Probe, die nicht stattfinden kann, vorgesehen war?

Die betreffende Person nimmt mit der Schulleitung Kontakt auf oder die Schulleitung mit ihr. Gemeinsam wird beraten und schliesslich von der Schulleitung entschieden, welche berufsnahen Arbeiten von der betreffenden Person stattdessen ausgeführt werden müssen. Diese ist verpflichtet, während der vereinbarten Arbeitszeit eine Arbeitsleistung zu erbringen.

Maskentragedispens – was nun?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

In Anlehnung an die Weisung des Volksschulamts zu personalrechtlichen Themen vom 26. Oktober 2020 pdf 333kB gilt für Musiklehrpersonen das Folgende:

1. Eine Maskentragdispens muss stets durch ein ärztliches Attest bestätigt werden. Solange ein solches nicht vorliegt, hat die Lehrperson den Präsenzunterricht zu erteilen und die Schutzmaske gemäss Weisung zu tragen.

2. Lehrpersonen mit Maskentragdispens dürfen sich nicht in den Räumlichkeiten der Musikschule oder in Schulhäusern aufhalten und können somit auch keinen Präsenzunterricht erteilen. Sie können aber Fernunterricht erteilen und Aufgaben im Rahmen des Berufsauftrags wahrnehmen, die keinen physischen Kontakt zu anderen Personen erfordern.

3. Ist ihnen das aus irgendeinem Grund nicht möglich, sind sie arbeitsunfähig aufgrund von Krankheit. Die Lohnzahlung wird gemäss den gesetzlichen Grundlagen für den Krankheitsfall gewährt. In diesem Fall wird der Lehrperson keine Arbeit zugewiesen.

Bei einer Lehrperson zeigen sich Krankheitssymtome – wie hat sie vorzugehen?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Die nachstehenden Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit betreffen erwachsene Personen. Kinder und Jugendliche, bei denen sich Krankheitssymptome zeigen, werden gemäss Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 103kB in die Obhut der Eltern verbracht. Die Anmeldung bei der Ärztin oder beim Arzt obliegt den Eltern.

Fühlen Sie sich krank oder haben Sie einzelne Symptome (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber oder Fiebergefühl, Muskelschmerzen, plötzlicher Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns), die auf das neue Coronavirus hindeuten, gehen Sie folgendermassen vor:

1. Kontaktreduktion
Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen.

2. Testempfehlung
Machen Sie den Coronavirus-Check . Sie erhalten am Ende des Checks eine Empfehlung.
Wenn Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen. Sie können auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und das Vorgehen besprechen. Nehmen Sie Ihre Beschwerden und Symptome auch ernst, wenn kein Test empfohlen wird. Rufen Sie bei Bedarf Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Bleiben Sie bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause.

3. Testen
Lassen Sie sich testen, wenn der Coronavirus-Check, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dies empfiehlt. Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des Bundesamts für Gesundheit erfüllt sind.

4. Bis zum Testergebnis
Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen, bis das Testergebnis vorliegt.

5. Vorgehen bei einem positiven Testergebnis

Isolation
Folgen Sie den Anweisungen zur Isolation pdf 180kB und vermeiden Sie jeden Kontakt zu anderen Personen. Falls Sie mit anderen im selben Haushalt leben, richten Sie sich alleine in einem Zimmer ein.

Contact Tracing

Die zuständige kantonale Behörde wird sich bei Ihnen melden. Gemeinsam ermitteln Sie, welche Personen mit Ihnen in Kontakt standen. Diese müssen allenfalls in Quarantäne gehen.

Covidcode

Wenn Sie die SwissCovid App nutzen, erhalten Sie auf Anfrage bei der kantonalen Behörde einen Covidcode. Mit diesem aktivieren Sie freiwillig die Benachrichtigungsfunktion in der App und informieren andere Nutzerinnen und Nutzer anonym über den Kontakt.


Ende der Isolation

Die kantonale Behörde informiert Sie über das Ende der Isolation. In der Regel können Sie das Haus frühestens 48 Stunden nach dem Abklingen der Krankheitssymptome verlassen. Grundsätzlich müssen aber mindestens 10 Tage seit dem Beginn der Symptome vergangen sein. 

6. Vorgehen bei einem negativen Testergebnis
Bleiben Sie zu Hause. Sie können die Isolation 24 Stunden nach Abklingen der Symptome beenden.

7. Lohnfortzahlung
Für die Zeit, bis zum Vorliegen des Testergebnisses und ebenso für die Zeit, die Sie in Isolation verbringen, weil Sie positiv auf den Coronavirus getestet bzw. ärztlich krankgeschrieben wurden, haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung. 

Bekommt jemand, der sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, den vollen Lohn?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Personen, die bei einer öffentlich-rechtlichen Musikschule angestellt sind, erhalten im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne den vollen Lohn. Das gilt auch für die Zeit zwischen dem Auftreten erster Krankheitssymptome bis zum Vorliegen des Testergebnisses bzw. Beginn der Isolation.

Personen, die bei einer privatrechtlichen Musikschule angestellt sind, haben im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne Anspruch auf Corona Erwerbsersatzentschädigung. Detaillierte Informationen sind auf der Website des Bundesamts für Sozialversicherung zu finden . Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet, sondern muss bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Um welche es sich handelt, kann bei der Musikschule erfragt werden. Arbeitet jemand bei mehreren Musikschulen, genügt es, den Anspruch bei einer AHV-Ausgleichskasse anzumelden. Die Entschädigung wird direkt der anspruchsberechtigten Person ausbezahlt, es sei denn, diese erhält von der Musikschule weiterhin den vollen Lohn. In diesem Fall geht die Entschädigung an die Musikschule. Die Quarantäne muss mit einem ärztlichen Attest oder mit der behördlichen Anordnung belegt werden.

Personen, die sich selbstverschuldet in Quarantäne begeben müssen, haben weder bei öffentlich-rechtlichen noch bei privatrechtlichen Musikschulen Anspruch auf Lohn. Als selbstverschuldet gilt eine Quarantäne zum Beispiel dann, wenn sie wegen einer privaten Reise in ein Risikoland angeordnet wird. Die Liste der Risikoländer wird vom Bundesamt für Gesundheit laufend aktualisiert. Quarantänetage, die nicht auf ein Wochenende oder einen Feiertag fallen, werden nach Rücksprache mit der betreffendenPerson entweder vom Ferienguthaben oder (als unbezahlter Urlaub) vom Lohn in Abzug gebracht.

Kann die betreffende Person jedoch nachweisen, dass das von ihr bereiste Land erst nach Reiseantritt auf die Liste des Bundesamts für Gesundheit gesetzt wurde, gilt die Quarantäne als unverschuldet.

Die aufgrund einer Meldung der Covid-19-App angeordnete Quarantäne gilt als nicht selbstverschuldet.

Kann eine Musiklehrperson, die in die Isolation oder Quarantäne muss, dazu verpflichtet werden, Fernunterricht im Homeoffice zu erteilen?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Eine Musiklehrperson, die in die Isolation oder Quarantäne gehen muss, ohne krank zu sein, hat eine Schadenminderungspflicht. Sie kann also angewiesen werden, Fernunterricht zu erteilen.

Eine Musiklehrperson, die während der Quarantäne arbeitet, erhält den Lohn weiterhin von der Musikschule bezahlt. Sie hat keinen Anspruch auf Corona Erwerbsersatzentschädigung.

Wann ist eine Schülerin oder ein Schüler krank, wann nicht?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Grundsätzlich gilt, wenn eine Schülerin oder ein Schüler dem Unterricht der Volksschule fernzubleiben hat, auf ärztliches Geheiss oder nach Dafürhalten der Eltern, nimmt sie oder er auch nicht am Musikunterricht teil.

Das Volksschulamt des Kantons Zürich orientiert sich an den Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz. Diese hat zwei Merkblätter publiziert, die das Vorgehen beschreiben, wenn bei Kindern und Jugendlichen Krankheitssymptome auftreten. Das eine Merkblatt pdf 2MB kommt bei Lernenden des Kindergartens und der Primarschule zum Tragen, das andere pdf 2MB bei Lernenden der Sekundarschule.

Haben Schülerinnen und Schüler in Isolation oder Quarantäne Anspruch auf Fernunterricht?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Den Musikschulen wird empfohlen, gesunden Schülerinnen und Schülern, die sich in Isolation oder Quarantäne befinden, Fernunterricht zu erteilen. Wird Fernunterricht angeboten, haben die Eltern keinen Anspruch auf Erstattung oder Ermässigung des Schulgelds. Mehr dazu finden Sie im Kapitel «Schulgeld» .

Schutzkonzept

Auf welchen Rechtsgrundlagen beruht das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen?

Letzte Aktualisierung 5.8.2020

Das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 103kB wurde am 8. Juli mit Beschluss 704 pdf 80kB vom Regierungsrat des Kantons Zürich für verbindlich erklärt.

Gilt das Schutzkonzept auch in Gebäuden, die nicht der Musikschule gehören?

Letzte Aktualisierung 5.8.2020

Ist die Musikschule in Gebäuden zu Gast, die nicht ihr selbst gehören, zum Beispiel in Schulhäusern, sind in der Regel die Betreiber oder Vermieter für die Vorkehrungen gemäss Kapitel 4 des Schutzkonzepts pdf 103kB zuständig. Für alle anderen Massnahmen bleiben der Schutzbeauftragte der Musikschule und die Lehr- und Leitungspersonen verantwortlich.

Sollten die  Vorkehrungen im betreffenden Gebäude (etwa was die Reinigung anbelangt) allzu weit hinter den Vorgaben des Schutzkonzepts zurückbleiben, kommt die Musikschule nicht umhin, mit dem Betreiber oder Vermieter nach einer Lösung zu suchen und sich womöglich an den zusätzlichen Kosten zu beteiligen.

Lässt das Schutzkonzept den Musikschulen und Lehrpersonen einen Ermessensspielraum?

Letzte Aktualisierung 5.8.2020

Jedes Reglement verfügt über einen gewissen Ermessensspielraum; wenngleich der eines Schutzkonzepts eher klein ist. Schliesslich geht es um die Gesundheit von Menschen.

Die Verantwortung liegt bei der Musikschule. Schulleitende, Schutzbeauftragte, Lehr- und Leitungspersonen werden es sich gut überlegen müssen, ob sie in einzelnen Fällen eine lockerere Interpretation des Standards vertreten können. Andererseits dürfte eine strengere Interpretation Widerstände hervorrufen.

Die Geschäftsstelle des Verbands Zürcher Musikschulen ist bei der Auslotung des Vertretbaren gerne behilflich.

Wieso wird der Flächenbedarf pro Person mit vier Quadratmetern grösser veranschlagt, als es aufgrund des Sicherheitsabstands von 1.5 Metern notwendig wäre?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Halten sich Menschen für längere Zeit in einem Raum auf, kann es zu einer höheren Sättigung der Atemluft mit Aerosolen kommen. Wie gross die Gefahr ist, die von Aerosolen ausgeht, ist (noch) nicht abschliessend geklärt. Von Untersuchung zu Untersuchung erhärtet sich jedoch der Verdacht, dass Aerosole bei der Ansteckung mit dem Coronavirus eine wichtige Rolle spielen. Die Gefahr dürfte jedoch umso grösser sein, je kleiner der Raum ist.

Aufgrund des Sicherheitsabstands von 1.5 Metern ergäbe sich ein Flächenbedarf pro Person von lediglich 2.25 Quadratmetern. Das ist zu wenig. Deshalb muss in allen Räumen ein Fläche von vier Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen.

Darf der Raum kleiner sein, wenn Schutzmasken getragen werden?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Der im Schutzkonzept pdf 103kB geforderte Flächenbedarf von vier Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden – Schutzmasken hin oder her.

Wie gross müssen Räume sein, in denen Veranstaltungen stattfinden?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Der im Schutzkonzept pdf 103kB geforderte Flächenbedarf von vier Quadratmetern pro Person gilt auch für Räume, in denen Veranstaltungen stattfinden und dies sowohl für den Bühnenbereich, als auch für die Zonen, in denen sich die Besucherinnen und Besucher aufhalten.

Während der Dauer der Veranstaltungen müssen die Besucherinnen und Besucher sitzen. Zwischen Personen, die nicht zusammenleben, muss ein Sitz freibleiben (entspricht in etwa dem Sicherheitsabstand von 1.5 Metern). Der gleiche Abstand ist zwischen den Sitzreihen zu gewährleisten. Aufgrund dieser Regel ist der Flächenbedarf für den bestuhlten Bereich kleiner als vier Quadratmeter. Dennoch müssen die vier Quadratmeter im Raum zur Verfügung stehen, damit sich die Anwesenden unter Einhaltung des Sicherheitsabstands aneinander vorbei bewegen können.

Was ist eine kontrollierte Lüftung?

Letzte Aktualisierung 26.8.2020

Im Schutzkonzept pdf 103kB wird das Vorhandensein einer kontrollierten Lüftung gefordert, sofern sich ein Raum nicht durch das Öffnen von Fenstern und Türen durchlüften lässt.

Dichte Gebäudehüllen unterbinden den Zufluss von frischer (kalter) und den Abfluss gebrauchter (warmer) Luft.  In Gebäuden, die mit Blick auf eine hohe Energieeffizienz gebaut werden (z.B. nach dem Minergie-Standard), bedarf es deshalb einer mechanischen Lüftung, die einen geregelten, kontinuierlichen Luftaustausch und damit eine anhaltende Qualität der Raumluft gewährleistet. Es gibt verschiedene Systeme der kontrollierten Lüftung: Zentrale und dezentrale Systeme, Abluft- und/oder Zuluftsysteme, Syteme mit oder ohne Wärmerückgewinnung.

Aber Achtung: nicht hinter jedem Lüftungsschlitz verbirgt sich eine kontrollierte Lüftung. Es kann sich auch um eine Umluft-Klimaanlage handeln. Diese sind weit verbreitet. Sie saugen die Raumluft an und blasen sie gekühlt wieder aus. Im Raum zirkuliert also immer dieselbe Luft. Hinzu kommt, dass Umluft-Klimaanlagen der Luft Feuchtigkeit entziehen. Trockene Luft begünstigt die Aerosol-Ausbreitung.

Dürfen fensterlose Kellerräume für den Unterricht genutzt werden?

Letzte Aktualisierung 19.8.2020

Vorausgesetzt, die Grösse des betreffenden Raums beträgt im Minimum vier Quadratmeter pro anwesende Person und vorausgesetzt, der Raum verfügt über eine leistungsfähige Lüftungsanlage, darf der Raum genutzt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

Die in Luftschutzräumen üblicherweise verbauten Lüftungsaggregate sind nicht leistungsfähig genug. Deren Zweck ist die ausreichende Versorgung mit Frischluft im Falle eines kriegs- oder katastrophenbedingten Schutzraumbezuges. Die Abführung der gebrauchten Luft ist indessen unzureichend.

Dringend empfohlen ist das Einschalten einer Pause nach 30 bis 45 Minuten Unterricht. Während der Pause haben die Lehrperson und die Teilnehmenden den Raum zu verlassen. Das Lüftungsaggregat ist auf der höchsten Stufe einzuschalten. Die Türe hat offen zu stehen (Stosslüftung).

Während des Unterrichts oder des Workshops darf kein Luftzug entstehen. Das Lüftungsaggregat ist auf tiefer Stufe zu betreiben oder ganz auszuschalten.

Im Zweifelsfalle empfiehlt sich der Zuzug eines Lüftungstechnikers, der die Tauglichkeit der Lüftungsanlage bestätigt.

Reicht der Sicherheitsabstand aus, um Bläserinnen und Bläser, Sängerinnen und Sänger vor einer Ansteckung zu schützen?

Letzte Aktualisierung 3.6.2020

Aufgrund des aktuellen Wissensstands geht der Verband Zürcher Musikschulen davon aus, dass die direkte gegenseitige Beeinträchtigung von Bläserinnen und Bläsern sowie Sängerinnen und Sängern durch die ausströmende Atemluft kleiner ist, als gemeinhin angenommen und somit die Gefahr einer Ansteckung durch die Einhaltung des Sicherheitsabstands von zwei Metern und der allgemein gültigen Hygiene- und Verhaltensmassnahmen ausreichend gemindert wird.

Zu diesem Schluss kommt auch Dr. Thomas Eiche, Arbeitshygieniker SGAH, dessen Untersuchung zu Aerosolen und Tröpfchen in der Atemluft im Schutzkonzept für Theater-, Konzert- und Veranstaltungsbetriebe pdf 110kB publiziert ist.

Noch zu wenig wissenschaftlich erhärtet ist die Gefahr, die von Aerosolen in der Raumluft ausgeht. Immerhin ist eine deutliche Warnung angezeigt. Wichtig ist deshalb, dass Unterrichts-, Kurs-, Probe- und Veranstaltungsräume genügend gross sind und nach jedem Anlass und in den Pausen ausgiebig durchgelüftet werden.

Kann das Eltern-Kind-Singen weiterhin stattfinden?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Sofern im Eltern-Kind-Singen gesungen wird, wie es der Name sagt, kann es aufgrund der bundesrätlichen Beschlüsse vom 28. Oktober nicht mehr stattfinden. Die Mitwirkenden sind gehalten, auf andere Formen des musikalischen Ausdrucks auszuweichen. Solange nicht gesungen wird, kann das Eltern-Kind-Singen unter folgenden Voraussetzungen stattfinden:

1. Es dürfen nicht mehr als 15 Erwachsene einschliesslich der Leitungsperson in ein und demselben Raum zugegen sein.

2. Eltern, die mit ihrem Kind zugange sind, müssen gegenüber anderen Eltern mit ihren Kindern einen Sicherheitsabstand von 1.5 Metern einhalten und Schutzmasken tragen.

3. Zwischen der Mutter oder dem Vater und dem eigenen Kind bedarf es keines Sicherheitsabstands. Auch nicht unter den Kindern.

4. Die Kinder müssen keine Schutzmaske tragen.

Dürfen Angehörige von Lernenden die Areale der Volks- und Musikschulen betreten?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Ja, wenn dies unumgänglich ist, jedoch nur mit Schutzmaske und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands.

Die Bildungsdirektion hat in ihrer Verfügung vom 13. Oktober 2020 pdf 684kB eine Maskenpflicht für alle Erwachsenen erlassen, die sich auf dem Schulareal aufhalten. Mit dem Inkrafttreten der 5. Ausgabe des Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 103kB gilt die Maskenpflicht für Erwachsene auch in den Gebäuden und Räumlichkeiten der Musikschulen.

Wie werden Kontaktdaten am einfachsten erfasst?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Zu beachten ist, dass die Kontaktdaten den zuständigen Behörden auf  deren Anforderung hin neuerdings digital auszuhändigen sind. Sofern es der betreffenden Musikschule möglich ist, zur Erfassung der Kontaktdaten einen der markterprobten Web-Dienste zu nutzen, ist das der einfachste Weg. 

Geringen Aufwand verursachen überdies Karten, die von den Personen, die eine Veranstaltung besuchen, selbst ausgefüllt und von den Mitarbeitern der Musikschule entgegengenommen, auf Vollständigkeit geprüft und allenfalls mit der Sitznummer versehen werden. Allerdings müssen diese Karten anschliessend digital erfasst werden (Scan oder Übertragung in eine Liste).

Wie werden Blasinstrumente gereinigt?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Für Blasinstrumente sind spezielle Reinigungsmittel von verschiedenen Herstellern erhältlich. Hinsichtlich deren Wirksamkeit bleibt nichts anderes, als sich auf die Angaben der Hersteller zu verlassen. Hier eine kleine Auswahl: FlautiSept, Desinfektionsmittel für Blockflöten, Heyday’s Langzeit-Desinfektion für Mundstücke von Blechblasinstrumenten und Traversflöten, Heyday’s Langzeit-Desinfektion für Mundstücke von Holzblasinstrumenten, Rieger Clean, Desinfektionsspray für Musikinstrumente.

Wie werden Tasteninstrumente gereinigt?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Bei häufigem Gebrauch können alkoholhaltige Desinfektionsmittel dem Instrument Schaden zufügen. Das Musikhaus Fischer zeigt in einem Video, wie Tasteninstrumente schonend gereinigt werden können.

Wem das zu aufwändig ist, der kann spezielle Reinigungsmittel verwenden, die von einigen Herstellern angeboten werden, zum Beispiel von Piano Rätia. Hinsichtlich Wirksamkeit bleibt nichts anderes, als sich auf die Angaben der Hersteller zu verlassen.

Wie werden Harfen gereinigt?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Die Online Harfenschule zeigt in einem Video, wie Harfen schonend gereinigt werden können.

Schulgeld

Haben die Eltern Anspruch auf Rückerstattung des Schulgelds, wenn sich ihr Kind in Isolation oder Quarantäne befindet?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Den Musikschulen wird empfohlen, bei Isolation oder Quarantäne nach den gleichen Grundsätzen zu verfahren, wie bei Krankheit.

Grundsätzlich gelten für die Rückerstattung des Schulgelds im Falle des krankheitsbedingten Fernbleibens einer Schülerin oder eines Schülers die gleichen Bedingungen wie vor der Corona-Pandemie.

Die Handhabung bei krankheitsbedingten Unterrichtsausfällen ist von Musikschule zu Musikschule unterschiedlich. Massgebend sind die Schulordnung oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. In der Regel haben die Eltern den Anspruch auf Rückerstattung des Schulgelds mit einem ärztlichen Zeugnis zu belegen.

Wird für die Zeit der Isolation oder Quarantäne Fernunterricht angeboten, haben die Eltern keinen Anspruch auf Erstattung oder Ermässigung des Schulgelds.

Es empfiehlt sich jedoch, die Rückerstattung von Schulgeld, falls Fernunterricht angeboten wird, bereits in der Schulordnung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auszuschliessen. Dieser Ausschluss sollte sich auch auf Ermässigungen erstrecken, die gegebenenfalls mit dem Argument geltend gemacht werden, der Fernunterricht entspreche in Umfang und Qualität nicht dem Präsenzunterricht. Ein entsprechender Absatz könnte wie folgt lauten:

Kann aus Gründen, die nicht in der Macht der Musikschule oder der einzelnen Musiklehrperson liegen, kein Präsenzunterricht erteilt werden, wird den Schülerinnen und Schülern nach Möglichkeit Fernunterricht angeboten. Ein Anspruch auf Erlass oder Senkung des Schulgelds besteht nicht.

Haben Eltern oder erwachsene Lernende Anspruch auf Rückerstattung des Schulgelds für Leistungen, die wegen der Covid-19-Pandemie nicht erbracht werden konnten?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Die Rechtslage ist unklar. Immerhin kommen die meisten Sachverständigen mehr oder weniger deutlich zum Schluss, dass die Zahlungspflicht einer Kundin oder eines Kunden entfällt, wenn der Anbieter seine Dienstleistung wegen behördlichen Anordnungen nicht aufrechterhalten kann. Einseitig zu Ungunsten der Kundin oder des Kunden formulierte Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Verträge verstossen möglicherweise gegen das Lauterkeitsprinzip. Andererseits können die Kunden ein annähernd gleichwertiges Angebot nicht einfach ausschlagen.

Für die Musikschulen lässt sich daraus – im Sinne einer Empfehlung – das folgende Vorgehen ableiten: Das Schulgeld für Präsenzunterricht, der ausgefallen ist und nicht durch Fernunterricht ersetzt werden konnte, ist den Eltern oder erwachsenen Lernenden zurückzuerstatten oder zu erlassen. Um Konflikten vorzubeugen, wird den Musikschulen empfohlen nicht zu unterscheiden, ob die Gründe für das Nichtstattfinden des Fernunterrichts bei der Schülerin, dem Schüler oder der Lehrperson lagen. Das Schulgeld für Kurse und Proben, die ausfallen mussten, ist den Eltern zurückzuerstatten.

Wie wird das geschuldete Schulgeld berechnet?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Quantitativ wird Fernunterricht dem Präsenzunterricht gleichgesetzt. Das heisst für ein- und dieselbe Unterrichtsdauer gilt auch ein- und dasselbe Schulgeld als geschuldet.

Den Musikschulen wurde schon früh empfohlen, von den Lehrpersonen die minutengenaue Aufschreibung der Unterrichtsanlässe einzufordern. Dafür kann die Tabelle des Verbands Zürcher Musikschulen Excel 17kB oder ein anderes Hilfsmittel verwendet werden.

Das geschuldete Schulgeld errechnet sich im Verhältnis des Unterrichts, der stattgefunden hat, zum Unterricht, der nicht stattgefunden hat. Die Vor- und Nachbereitungszeit, die vor allem zu Beginn des Fernunterrichts deutlich grösser war, als beim gewohnten Präsenzunterricht, ist bei der Berechnung des Schulgelds zu vernachlässigen.

Kann eine Musikschule auch pauschale Nachlässe auf das Schulgeld gewähren?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Pauschale (nicht individuelle) Nachlässe auf das Schulgeld sind nur dann vertretbar, wenn die Aufschreibung der Unterrichtsanlässe versäumt wurde oder der administrative Aufwand für eine individuelle Berechnung des geschuldeten Schulgelds unverhältnismässig wäre. Es obliegt den einzelnen Musikschulen, pauschale Nachlässe ihren Kunden gegenüber stichhaltig zu begründen.

Ist es sinnvoll, den Kunden aus qualitativen Gründen einen Nachlass auf das Schulgeld zu gewähren?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Kein didaktisch noch so ausgefeilter Fernunterricht kann die persönliche Interaktion zwischen Lehrperson und Schülerin oder Schüler ersetzen. Zuweilen ist von Eltern zu hören, sie hätten keinen Fernunterricht bestellt. Mag sein, doch sie haben Musikunterricht bestellt. Und während des Shutdowns konnten die Lehrpersonen ihre Schülerinnen und Schüler nur über Fernunterricht erreichen. Sie haben diesen folglich die höchste Qualität geboten, die unter den gegebenen Umständen möglich war. Ein Nachlass beim Schulgeld aus qualitativen Gründen ist ungerechtfertigt und sendet das falsche Signal aus.

Ist es sinnvoll, den ausgefallenen Unterricht in die Nachcoronazeit zu verschieben?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Solange nicht abgeschätzt werden kann, in welchem Umfang die Schülerzahlen einbrechen werden – wenn überhaupt –, ist es nicht sinnvoll, den ausgefallenen Unterricht zu verschieben. Es dürfte nicht im Interesse der Musikschule liegen, die Kapazitäten vorübergehend zu erhöhen, um verschobenen Unterricht abzuarbeiten. Kommt hinzu, dass eine Erhöhung der Unterrichtszeit längst nicht für alle Schülerinnen und Schülern von Vorteil ist.

In welcher Form erhalten die Kunden ihr Geld zurück?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Falls die Schulgelder für das laufende Semester bereits zum üblichen Tarif verrechnet und teilweise bezahlt wurden, muss sich die Musikschule entscheiden, ob sie zurückzahlen oder auf das kommende Semester gutschreiben will.

Will die Musikschule zurückzahlen, erhalten die Kunden eine neue Rechnung, die die alte ersetzt. Zusammen mit der neuen Rechnung werden die Kunden um Angabe der Bankverbindung für eine allfällige Rückzahlung gebeten.

Will die Musikschule auf das kommende Semester gutschreiben, erhalten die Kunden eine Gutschrift. Wer davon keinen Gebrauch machen kann, weil er sein Kind vom Musikunterricht abgemeldet beziehungsweise den Vertrag gekündigt hat, erhält – wie oben erläutert – eine neue Rechnung und wird gebeten, die Bankverbindung für eine allfällige Rückzahlung bekanntzugeben.

Falls die Schulgelder für das laufende Semester noch nicht verrechnet wurden, erhalten die Kunden eine Rechnung für den bis zum Shutdown geleisteten Präsenz- und den anschliessend geleisteten Fernunterricht.

Mit pauschalen Nachlässen wird analog verfahren. Diese können auf der Rechnung für das laufende oder das kommende Semester gewährt werden.

Wie ist mit Abonnements zu verfahren?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Den Musikschulen wird empfohlen, die Bezugsfrist für den Abonnementsunterricht (sofern eine solche besteht) zu verlängern.

Der Ausfall des Abonnementsunterrichts während des Shutdowns kann bei den Lehrpersonen zu finanziellen Engpässen führen. Womöglich ist es sinnvoll, den Lehrpersonen den Lohn für den Unterricht aus verkauften Abonnements vorzuschiessen.

Kurzarbeit

Kann eine Musikschule nach wie vor Kurzarbeit anmelden?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Privatrechtliche Musikschulen können nach wie vor Kurzarbeit anmelden, auch wenn davon nur einzelne Mitarbeitende betroffen sind, etwa die Lehr- und Leitungspersonen von Kursen, Proben und Veranstaltungen, die nicht mehr stattfinden können. 

Welches Ziel verfolgt der Staat mit der Kurzarbeitsentschädigung?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Als Kurzarbeit bezeichnet man die vorübergehende teilweise oder vollständige Einstellung der Arbeit in einem Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen, aufgrund von behördlichen Massnahmen und infolge anderer, vom Arbeitgeber nicht beeinflussbarer Umstände. Mit der Kurzarbeitsentschädigung erstattet die Arbeitslosenversicherung den von Kurzarbeit betroffenen Betrieben einen Teil der Lohnkosten. Damit sollen Kündigungen verhindert werden.

Nach welchen Grundsätzen erfolgt die Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung während des Corona-Shutdowns?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Der Bundesrat hat die Anspruchsberechtigung ausgeweitet und das Verfahren zur Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung vereinfacht. Über die Details gibt die Website von arbeit.swiss Auskunft.

Welche Musikschulen haben Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Öffentlichrechtliche Betriebe und Organe haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Dazu gehören alle Musikschulen, die Teil einer (Schul-)Gemeinde sind. Kurzarbeit können nur die privatrechtlichen Musikschulen anmelden.

Es gibt privatrechtliche Musikschulen, die keine Kurzarbeit anmelden, weil sie aufgrund von Vereinbarungen mit den (Schul-)Gemeinden, davon ausgehen können, dass diese den Aufwandüberschuss (Gesamtaufwand nach Abzug der Elternbeiträge und des Staatsbetrags) auch für die Zeit des Shutdowns übernehmen. Allen Musikschulen, für die das nicht zutrifft, sei die Anmeldung von Kurzarbeit dringend empfohlen.

Für welche Mitarbeitenden kann Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Kurzarbeit kann grundsätzlich für alle Mitarbeitenden angemeldet werden, die ihrer Arbeit aufgrund des Shutdowns der Musikschulen teilweise oder vollumfänglich nicht nachkommen können: MGA-Lehrpersonen, Lehrpersonen des Klassenmusizierens, Leitende von Ensembles, Orchestern und Chören, Kursleitende, Instrumental- und Vokallehrpersonen, die keinen oder nur partiellen Fernunterricht anbieten (unabhängig von Grund), Schulleitende, Mitarbeitende der Verwaltung und der Dienste (Hauswarte u.a.).

Die Musikschulen können Kurzarbeit auch für Mitarbeitende anmelden, die in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen, sowie für Personen, die auf Abruf für die Musikschule tätig sind, sofern sie das vorher über sechs Monate waren.

Doch wie wird vorgegangen, wenn Personen von der Musikschule für eine einzelne Veranstaltung gebucht wurden, die dann nicht stattfinden konnte (Korrepetitierende, Jurierende u.a.)? Diese stehen mit der Musikschule nicht in einem Arbeits-, sondern in einem Auftragsverhältnis.Ein Honorar ist nicht geschuldet. Ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht nicht.

Kann auch für MGA-Lehrpersonen und Lehrkräfte des Klassenmusizierens Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Wie gesagt, können privatrechtliche Musikschulen Kurzarbeit grundsätzlich für alle Musiklehrpersonen anmelden, die nicht unterrichten können. Es gibt jedoch  Musikschulen, die das für MGA-Lehrpersonen und Lehrkräfte des Klassenmusizierens nicht tun, weil der Leistungsauftrag mit den (Schul-)Gemeinden so abgefasst ist, dass von einer Zahlungspflicht auch im Falle des Nichtstattfindens ausgegangen werden kann.

Den Musikschulen sei empfohlen, bei den betreffenden (Schul-)Gemeinden abzuklären, ob eine solche Zahlungspflicht erkannt wird. Dem Verband Zürcher Musikschulen sind Fälle bekannt, in denen die (Schul-)Gemeinde den Leistungsauftrag anders auslegt bzw. eine Zahlungspflicht ausschlägt.

Wenn auf Beschluss der (Schul-)Gemeinde keine MGA stattfindet und keine Zahlungspflicht erkannt wird, soll die Musikschule für die betroffenen Musiklehrpersonen Kurzarbeit anmelden. Wenn die Anerkennung der Zahlungspflicht fraglich ist, soll sie es vorsorglich tun, so das Fazit.

Ab welchem Arbeitsausfall kann Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Der Arbeitsausfall muss mindestens 10 Prozent der Soll-Arbeitszeit aller Mitarbeitenden betragen.

Ab welchem Datum kann Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Zu jedem Zeitpunkt ab sofort, aber nicht rückwirkend. Die Voranmeldung muss dem Amt für Wirtschaft und Arbeit AWA zwar vor Beginn der Kurzarbeit eingereicht werden, eine Voranmeldefrist besteht jedoch nicht. Diese wurde aufgehoben.

Braucht es das Einverständnis der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Für die Anmeldung braucht es das Einverständnis nicht. Bei der Abrechnung muss es jedoch vorliegen. Die Mitarbeitenden müssen mit der Lohnkürzung auf 80 Prozent des vereinbarten Lohns einverstanden sein. Zur Einholung des Einverständnisses kann das Formular pdf 573kB der Arbeitslosenversicherung ALV verwendet werden.

Zahlt die Musikschule den Mitarbeitenden freiwillig weiterhin 100 Prozent des vereinbarten Lohns, müssen diese der Kurzarbeit nicht zustimmen.

Wie ist vorzugehen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Das Anmelde- und Abrechnungsverfahren wird kurz und bündig in der Grafik pdf 241kB des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO beschrieben. Weitere Informationen sind auf der Website von arbeit.swiss und der des Amtes für Wirtschaft und Arbeit zu finden.

Voranmeldung:
Die Voranmeldung der Kurzarbeit erfolgt mit dem entsprechenden Formular Excel 70kB an die Mailadresse voranmeldung.kurzarbeit@vd.zh.ch oder an die Postadresse Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Kurzarbeit, Stampfenbachstrasse 32, 8090 Zürich.

Verfügung:
Auf die Voranmeldung antwortet die Arbeitslosenversicherung mit einer Verfügung. Diese ist wie folgt zu interpretieren:

Die Mitteilung «Gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung erheben wir keinenEinspruch.» bedeutet, dass die Kurzarbeit bewilligt wurde. Die Bewilligungsdauer beträgt aufgrund der aktuellen Situation neu 6 Monate.

Die Mitteilung «Gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung erheben wir teilweise Einspruch.» bedeutet, dass die Kurzarbeit teilweise bewilligt wurde. Das bezieht sich auf die Bewilligungsdauer oder auf andere Gründe, die in der Verfügung allenfalls beschrieben werden.

Die Mitteilung «Gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung erheben wir Einspruch.» bedeutet, dass die Kurzarbeit nicht bewilligt wurde.

Abrechnung:
Der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich kann der Antrag zur Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung per E-Formular eingereicht werden. Detaillierte Informationen sind den Erläuterungen pdf 294kB zu entnehmen.

Das Antragsformular inklusive Unterlagen muss für jeden Monat einzeln eingereicht werden. Es darf frühestens ab dem 26. des laufenden Monats und muss spätestens bis drei Monaten nach Ende des von Kurzarbeit betroffenen Monats eingereicht werden. Die Auszahlung erfolgt frühestens ab dem ersten Tag des Folgemonats.

Braucht es eine Arbeitzeiterfassung?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Ja. Alle Mitarbeitenden, für die Kurzarbeit angemeldet werden soll, müssen ihre Arbeitszeit erfassen.

In der Abrechnungstabelle Excel 18kB des Verbands Zürcher Musikschulen, die dem Antrag auf Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung beizulegen ist, muss nur die Unterrichtszeit erfasst werden. Die Tätigkeiten in der unterrichtsfreien Zeit berücksichtigt die Abrechnungstabelle automatisch. Zur Erfassung der Unterrichtszeit kann das Formular Excel 17kB des Verbands Zürcher Musikschulen oder ein anderes Hilfsmittel verwendet werden.

Wie wird die ausgefallene Arbeitszeit korrekt berechnet?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Die korrekte Abrechnung der Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung ist eine knifflige Angelegenheit. Was die Musiklehrpersonen betrifft, geht es ja nicht nur um den Unterricht, der teilweise oder ganz ausfallen musste, sondern auch um einzelne Aufgaben des Berufsauftrags, die wegen des Shutdowns nicht wahrgenommen werden konnten. Der Verband Zürcher Musikschulen hat deshalb auf der Grundlage des geltenden Besoldungsreglements eine Abrechnungstabelle Excel 18kB entwickelt, die den Musikschulen die Arbeit erleichtert. Mit dieser Tabelle können sowohl die Musiklehrpersonen als auch die übrigen Mitarbeitenden abgerechnet werden. Die beiden Ergebniswerte (Soll- und Ausfallstunden) können direkt in den Antrag zur Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung übertragen werden. Die ausgedruckte und unterzeichnete Abrechnungstabelle ist, zusammen mit dem Antrag, der Arbeitslosenkasse einzureichen. Fürs Erste sind die Soll- und Ausfallstunden durch die Abrechnungstabelle ausreichend belegt. Für den Fall, dass die Arbeitslosenkasse weitere Belege einfordert, ist die Arbeitszeiterfassung der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden bereitzuhalten.

Kann die Musikschule den Mitarbeitenden freiwillig 100 Prozent des Lohns auszahlen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Ja. Musikschulen, die Kurzarbeitsentschädigung beziehen, dürfen den betroffenen Mitarbeitenden weiterhin 100 Prozent des vereinbarten Lohns auszahlen.

Die Mitarbeitenden müssen der Kurzarbeit nicht zustimmen, wenn ihnen weiterhin 100 Prozent des vereinbarten Lohns ausbezahlt wird.

Weitere Fragen

Was geschieht mit den im Zusammenhang mit einem Schulwechsel (Austauschschüler/in) bereits geleisteten Zahlungen, wenn der Unterricht ausgefallen ist?

Letzte Aktualisierung 3.6.2020

Der Vorstand des Verbands Zürcher Musikschulen hat Folgendes beschlossen: Fielen Lektionen, die im Rahmen eines Schulwechsels (bisher «Zusammenarbeitsregelung» oder «Schüler/innenaustausch»)  zu erteilen gewesen wären, während des Corona-Shutdowns ganz oder teilweise aus, verzichtet die Musikschule der Wohngemeinde der Schülerin/des Schülers auf eine Rückforderung bereits geleisteter Zahlungen.

Wer beantwortet weitere Fragen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Bitte wenden Sie sich mit weiteren Fragen an die Geschäftsstelle des Verbands Zürcher Musikschulen, vielen Dank.

info@vzm.ch
+41 43 243 87 77