FAQs zur Covid-19-Pandemie

Am 14. April beschloss der Bundesrat weitere vorsichtige Lockerungen der geltenden Covid-19-Bestimmungen. Diese treten am 19. April in Kraft. Bedauerlicherweise haben diese Änderungen für die Musikschulen kaum Lockerungen zur Folge. Mit der Änderung pdf 442B der Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage Stand 1. April 2021 pdf 445kB dürfen Unterrichtsanlässe, Proben und Kurse neu mit 15 mitwirkenden Erwachsenen durchgeführt werden, statt nur mit fünf. Sobald jedoch gesungen oder mit Blasinstrumenten musiziert wird, haben sich die Anforderungen an die Raumgrösse deutlich verschärft. Für jeden Erwachsenen muss eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Veranstaltungen mit Publikum bleiben den Musikschulen weiterhin untersagt. Die Covid-19-Verordnung 3 zum Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pdf 738kB gilt weiterhin. Sie wurde bis 31. Mai 2021 verlängert. Auch die bisherigen Verfügungen der Bildungsdirektion des Kantons Zürich vom 13. Oktober 2020 pdf 689kB, 28. Oktober 2020 pdf 793kB und 21. Januar 2021 pdf 1MB  bleiben vorläufig bis 30. April 2021 gültig. Diese betreffen unter anderem die Maskentragepflicht sowie das Verbot von Musiklagern und andere Aktivitäten mit auswärtiger Verpflegung und Übernachtung. Das Singen in klassenübergreifenden Gruppen ist aufgrund der Verfügung vom 9. März 2021 pdf 1MB auch an der Volksschule wieder erlaubt. Das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB wurde den obigen Erlassen entsprechend angepasst und liegt nun in der 9. Ausgabe vor.

In eigener Sache
Die FAQs werden täglich aktualisiert. Neue und geänderte Beiträge bleiben für die Dauer einer Woche durch eine bläuliche Einfärbung gekennzeichnet.

Allgemeines

Welche Rechtsgrundlagen gelten zurzeit?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

Die zurzeit massgebenden Erlasse sind: Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, Stand 1. April 2021) pdf 455kB, Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, Änderung vom 14. April 2021) pdf 442kB, Covid-19-Verordnung 3 Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Bundesrat, Stand 2. April 2021, verlängert am 14. April 2021) pdf 738kB, Corona-Pandemie, Schutzkonzepte Bildungseinrichtungen, Beschluss (Regierungsrat des Kantons Zürich, 8. Juli 2020) pdf 80kB, Maskenpflicht für Erwachsene an den Bildungseinrichtungen, Verfügung (Bildungsdirektion des Kantons Zürich, 13. Oktober 2020, verlängert am 9. März 2021) pdf 689kB, Volksschulen, Vorgaben Schutzkonzepte, Verfügung (Bildungsdirektion des Kantons Zürich, 28. Oktober 2020, verlängert am 9. März 2021) pdf 793kB, Volksschulen, Vorgaben Schutzkonzepte, Ausdehnung Maskentragepflicht, Verfügung (Bildungsdirektion des Kantons Zürich, 21. Januar 2021, verlängert am 9. März 2021) pdf 1MB, Volksschulen, Vorgaben Schutzkonzepte, Lockerung sowie Verlängerung der Massnahmen, Verfügung (Bildungsdirektion des Kantons Zürich, 9. März 2021) pdf 1MB, Coronavirus Personalrechtliche Themen, Weisung (Volksschulamt Kanton Zürich, 14. Januar 2021) pdf 356kB.

Was darf aktuell stattfinden und was nicht?

Letzte Aktualisierung 16.4.2021

Folgende Aktivitäten sind ab dem 19. April 2021 erlaubt:

1. Einzel- und Zweierunterricht für Lernende jeden Alters in allen Fächern. Die Vorschrift, wonach Mitwirkenden älter als 20, die ohne Schutzmaske singen oder Blasinstrumente spielen, eine Fläche von 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen muss, gilt für den Einer- und Zweierunterricht nicht.

2. Gruppenunterricht, Kurse und Proben von beliebig vielen Lernenden bis zum Alter von 20 Jahren in Anwesenheit der Lehr- oder Leitungsperson. Es dürfen maximal 14 weitere Mitwirkende anwesend sein, die älter als 20 sind. Wenn diese ohne Schutzmasken singen oder auf Blasinstrumenten musizieren, muss jedem von ihnen eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen.

3. Musikalische Grundausbildung, Klassenmusizieren und andere Unterrichtsanlässe in Klassenverbänden der obligatorischen Schule unter Berücksichtigung allfälliger Einschränkungen, die von der betreffenden Volksschule angeordnet wurden oder werden

 

Folgende Aktivitäten sind weiterhin verboten:

1. Veranstaltungen in Anwesenheit von Publikum bzw. von Besucherinnen und Besuchern

2. Musiklager und andere Aktivitäten mit auswärtiger Verpflegung und Übernachtung (dies aufgrund einer weiterhin gültigen Verfügung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich)

 

Besonderes:

1. Eltern-Kind-Musizieren
Es dürfen, neben der Leitungsperson, maximal 14 Erwachsene teilnehmen. Sofern die anwesenden Erwachsenen ohne Schutzmaske singen oder auf Blasinstrumenten spielen, muss für jeden von ihnen eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Wenn die Erwachsenen mit Maske singen und keine Blasinstrumente spielen, genügen vier Quadratmeter pro anwesende Person (Kinder und Erwachsene). Das Eltern-Kind-Musizieren kann sodann unter Einhaltung  des Sicherheitsabstands und der Maskentragepflicht stattfinden. Der Sicherheitsabstand zwischen den Eltern-Kind-Paaren bzw. zwischen Erwachsenen beträgt 1.5 Meter (wenn gesungen wird zwei Meter). Von Kind zu Kind und zwischen Kindern und ihren eigenen Eltern muss kein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Die Maskentragepflicht gilt nur für Erwachsene.

2. Chorproben
Chorproben dürfen unter Mitwirkung beliebig vieler Teilnehmenden bis zum Alter von 20 Jahren, der Leitungsperson und maximal 14 Teilnehmenden im Alter von über 20 Jahren unter Einhaltung des Sicherheitsabstands und der Maskentragepflicht stattfinden. Sofern Teilnehmende, die älter als 20 Jahre sind, ohne Schutzmaske singen, muss für jeden von ihnen eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Ansonsten genügen vier Quadratmeter pro anwesende Person. Der Sicherheitsabstand für Teilnehmende ab einem Alter von 9 Jahren beträgt zwei Meter. Jüngere Teilnehmende müssen diesen Sicherheitsabstand nur gegenüber Erwachsenen einhalten. Zudem können Teilnehmende, die jünger als 9 Jahre sind, generell auf das Tragen einer Schutzmaske verzichten.

3. Orchesterproben
Orchesterproben dürfen unter Mitwirkung beliebig vieler Teilnehmenden bis zum Alter von 20 Jahren, der Leitungsperson und maximal 14 Teilnehmenden im Alter von über 20 Jahren unter Einhaltung des Sicherheitsabstands und der Maskentragepflicht stattfinden. Sofern mehr als zwei Teilnehmende (ausser der Leitungsperson), die älter als 20 Jahre sind, auf Blasinstrumenten spielen, muss für jeden von ihnen eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Ansonsten genügen vier Quadratmeter pro anwesende Person. Der Sicherheitsabstand für Teilnehmende ab einem Alter von 9 Jahren beträgt 1.5 Meter (für Bläserinnen und Bläser zwei Meter). Jüngere Teilnehmende müssen diesen Sicherheitsabstand nur gegenüber Erwachsenen einhalten. Zudem können Teilnehmende, die jünger als 9 Jahre sind, generell auf das Tragen einer Schutzmaske verzichten.

4. Bandproben
Bandproben dürfen unter Einhaltung des Sicherheitsabstands und der Maskentragepflicht stattfinden. Sofern mehr als zwei Teilnehmende (ausser der Lehr- oder Leitungsperson), die älter als 20 Jahre sind, ohne Schutzmaske singen oder auf Blasinstrumenten spielen, muss für jeden von ihnen eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Ansonsten genügen vier Quadratmeter pro anwesende Person. Der Sicherheitsabstand für Teilnehmende ab einem Alter von 9 Jahren beträgt 1.5 Meter (für Sängerinnen und Sänger sowie Bläserinnen und Bläser zwei Meter). Jüngere Teilnehmende müssen diesen Sicherheitsabstand nur gegenüber Erwachsenen einhalten. Zudem können Teilnehmende, die jünger als 9 Jahre sind, generell auf das Tragen einer Schutzmaske verzichten.

Müssen alle Mitarbeitenden in Präsenz arbeiten?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

Alle Lehr- und Leitungspersonen, die nicht zu den besonders gefährdeten Mitarbeitenden zählen oder von der Maskentragepflicht befreit sind, arbeiten in Präsenz. Die Schulleitung entscheidet, ob dem allfälligen Wunsch von Lehr- und Leitungspersonen oder Eltern stattgegeben werden soll, Fernunterricht anstelle von Präsenzunterricht abzuhalten.

Was zu geschehen hat, wenn eine Lehr- und Leitungspersonen, zu den besonders gefährdeten Mitarbeitenden zählt oder von der Maskentragepflicht befreit ist, wird nachstehend beantwortet.

Welches Vorgehen gelangt für besonders gefährdete Mitarbeitende zur Anwendung?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

Die Covid-19-Verordnung 3 pdf 738kB enthält Regelungen zur Thematik besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zu deren Schutz gilt seit 18. Januar 2021 wiederum ein schärferes Regime. Zählt eine Lehr- oder Leitungsperson zu den besonders gefährdeten Mitarbeitenden, erteilt sie Fernunterricht. Ist das nicht möglich, weist ihr die Schulleitung zumutbare Arbeiten zu, die sie zu Hause ausführen kann, oder vereinbart mit ihr besondere Schutzvorkehrungen, die ein sicheres Unterrichten in Präsenz ermöglichen. Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten. Lässt sich keine Lösung finden, wird sie unter Lohnfortzahlung von der Arbeitspflicht befreit. Als besonders gefährdet gelten schwangere Frauen sowie Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs und Adipositas. Die Schulleitung kann von den betroffenen Personen ein ärztliches Attest verlangen.

Maskentragdispens für eine Lehrperson – was nun?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

In Anlehnung an die Weisung des Volksschulamts zu personalrechtlichen Themen vom 14. Januar 2021 pdf 356kB gilt für Lehrpersonen das Folgende:

1. Ein Maskentragdispens muss stets durch ein ärztliches Attest bestätigt werden. Solange ein solches nicht vorliegt, hat die Lehr- oder Leitungsperson den Unterricht in Präsenz zu erteilen und die Schutzmaske gemäss Weisung zu tragen.

2. Ist eine Lehr- oder Leitungsperson von der Maskentragepflicht befreit, erteilt sie Fernunterricht. Ist das nicht möglich, weist ihr die Schulleitung zumutbare Arbeiten zu, die sie zu Hause ausführen kann, oder vereinbart mit ihr besondere Schutzvorkehrungen, die ein sicheres Unterrichten in Präsenz ermöglichen. Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten. 

3. Findet sich keine Lösung, gilt die betreffende Lehr- und Leitungsperson als arbeitsunfähig aufgrund von Krankheit. Die Lohnzahlung wird gemäss den gesetzlichen Grundlagen für den Krankheitsfall gewährt. In diesem Fall wird der Lehr- oder Leitungsperson keine Arbeit zugewiesen.

Maskentragdispens für eine Schülerin oder einen Schüler – was nun?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Die Musikschule kann Schülerinnen und Schülern ab neun Jahren, die per ärztlichem Attest keine Schutzmaske tragen dürfen, Fernunterricht anbieten. Ist dies nicht möglich, gilt die betreffende Schülerin oder der betreffende Schüler als krank und wird nicht länger unterrichtet. Eine allfällige Rückerstattung des Schulgelds erfolgt gemäss Schulordnung oder gemäss den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der betreffenden Musikschule.

Was geschieht, wenn sich eine Lehrperson, eine Schülerin oder ein Schüler weigert, eine Schutzmaske zu tragen?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab neun Jahren gilt die Maskentragepflicht. Eine Maskentragedispens muss stets durch ein ärztliches Attest bestätigt werden.

Lehrperson
Verstösst eine Lehrperson gegen die Maskentragepflicht, wird sie eingeschrieben, unter Nennung einer Frist, dazu aufgefordert, die Schutzmaske zu tragen (Abmahnung). In diesem Schreiben sollte stehen, dass im Falle weiteren Fehlverhaltens rechtliche Schritte eingeleitet werden, voraussichtlich eine fristlose Kündigung. Wird die Verwarnung ignoriert, kann die fristlose Kündigung unverzüglich vollzogen werden. Begründet ist diese durch die anhaltende Gefährdung anderer Personen, wodurch dem Arbeitgeber – der gegenüber allen Arbeitnehmenden zur Fürsorge verpflichtet ist – ein Aufrechterhalten des Arbeitsvertrags nach Treu und Glauben nicht länger zugemutet werden kann.

Sollte eine Lehrperson nach der Abmahnung den Präsenzunterricht verweigern, müsste sie wiederum schriftlich, unter Nennung einer Frist, zur Wiederaufnahme der Arbeit aufgefordert werden. In diesem Schreiben sollte der Lehrpersonen nicht nur mitgeteilt werden, dass die weitere Verweigerung der Arbeit rechtliche Schritte zur Folge haben kann, voraussichtlich eine Kündigung, sondern auch, dass der Arbeitsausfall zu einer Lohnkürzung führt. Falls eine Lehrperson daraufhin der Arbeit weiterhin fernbleibt, kann die fristlose Kündigung unverzüglich vollzogen werden. Begründen lässt sich diese sodann mit der Nichterfüllung des Arbeitsvertrags durch die Lehrperson.

Den Musikschulen wird empfohlen, sich vor einer fristlosen Kündigung mit dem Rechtsberater des Verbands Zürcher Musikschulen, Dr. iur. Peter Krepper, in Verbindung zu setzen und sich von ihm beraten zu lassen.

Schüler/in
Weigert sich eine Schüler/in, die Schutzmaske zu tragen, wird sie/er des Unterrichts verwiesen und hat das Schulareal sofort zu verlassen. Die Lehrperson informiert umgehend die Eltern und die Schulleitung. Es besteht keine Anrecht auf Fernunterricht oder eine Vergütung des Schulgelds.

Die örtlichen Schulbehörden untersagen der Musikschule, in Gebäuden der Volksschule zu unterrichten – was nun?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Zeitweise häuften sich die Meldungen von Musikschulen, denen untersagt wird, in Gebäuden der Volksschule zu unterrichten.

In der Antwort auf die Frage «Was darf aktuell stattfinden und was nicht?» (FAQs Allgemeines) findet sich eine detaillierte Aufstellung der Aktivitäten, die der Musikschule aufgrund der aktuellen Erlasse von Bund und Kanton gestattet sind. Gestattet ist es der Musikschule ferner, die hierfür vorgesehenen Räumlichkeiten zu nutzen – auch die der Volksschule.

Zwei Sachverhalte gilt es indessen zu berücksichtigen: Erstens liegt es im Ermessen  der örtlichen Behörden, weiterführende Massnahmen zu ergreifen, als sie von Bund und Kanton vorgesehen sind, und zweitens gehören die Schulhäuser den Gemeinden. Sofern es in der Absicht der lokalen Behörden liegt, Aktivitäten der Musikschule zu unterbinden, kann sie niemand daran hindern. Auf einen entsprechenden Beschluss der Bildungsdirektion können sie hierbei jedoch nicht verweisen.

Den betroffenen Musikschulen bleibt nur das Gespräch. Es sei denn, es besteht zwischen der betreffenden Gemeinde oder Schule und der Musikschule eine Leistungsvereinbarung mit Raumzusage. Diese gilt weiterhin. Hält sich die Gemeinde nicht daran, wird sie schadenersatzpflichtig.

Dürfen geimpfte Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen auf das Tragen einer Schutzmaske verzichten?

Letzte Aktualisierung 12.3.2021

Erstens steht zurzeit noch nicht hundertprozentig fest, dass geimpfte Personen nicht mehr ansteckend sind und zweitens wäre es ungerecht, die wenigen Menschen, die sich bisher impfen lassen konnten, gegenüber den Vielen, die das noch nicht konnten, zu privilegieren. Der Vorstand des Verbands Zürcher Musikschulen hat deshalb entschieden, dass die Maskentragepflicht, die Abstandsregeln und die Hygienemassnahmen weiterhin für alle gelten.

Wer bezahlt die Schutzmasken, die eine Lehrperson benötigt?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Da mit der Maskentragepflicht eine behördliche Anordnung vollzogen wird, sind die Musikschulen nicht verpflichtet, den Lehrpersonen eine Schutzmaske zur Verfügung stellen. Kulanzhalber sollten sie es dennoch tun.

Soweit der Grundsatz. Die Frage ist, wie das zu bewerkstelligen ist angesichts des Umstands, dass die Lehrpersonen an verschiedenen Unterrichtsorten tätig sind. Denkbar wäre eine pensumabhängige Zulage, worauf sich die Lehrpersonen ihre Schutzmasken selber beschaffen. Denkbar wäre auch eine zentrale Anlaufstelle, die jeder Lehrperson die für einen bestimmten Zeitraum voraussichtlich benötigten Schutzmasken ausgehändigt.

Wer bezahlt die Schutzmasken von Schülerinnen und Schülern?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Musikschülerinnen und -schüler erscheinen mit einer eigenen Schutzmaske zum Unterricht. Die Musikschulen sind weder verpflichtet, den Schülerinnen und Schülern Schutzmasken zur Verfügung zu stellen, noch die Eltern dafür zu entschädigen, dass sie ihre Kinder mit Schutzmasken ausstatten. Wer neun Jahre und älter ist und ohne Schutzmaske zum Unterricht erscheint, wird nach Hause geschickt. Die Eltern haben keinen Anspruch auf Entschädigung des Schulgelds.

Bei einer Lehrperson zeigen sich Krankheitssymtome – wie hat sie vorzugehen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Die entsprechenden Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit betreffen erwachsene Personen. Kinder und Jugendliche, bei denen sich Krankheitssymptome zeigen, werden gemäss Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB in die Obhut der Eltern verbracht. Die Anmeldung bei der Ärztin oder beim Arzt obliegt den Eltern.

Mitarbeitende, die mit einer infizierten Person in Kontakt standen, die sich krank fühlen oder an einzelnen Symptomen leiden, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuten (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber oder Fiebergefühl, Muskelschmerzen, plötzlicher Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns), haben wie folgt vorzugehen:

1. Kontaktreduktion und Test
Die betreffende Person lässt sich schnellstmöglich testen. Vor und nach dem Test (bis zum Vorliegen des Testergebnisses) bleibt sie zuhause und vermeidet den Kontakt zu anderen Personen. Die Testkosten werden im Rahmen der einschlägigen Bestimmungen vom Bund übernommen.

2. Vorgehen bei einem positiven Testergebnis
Die betreffende Person folgt den Anweisungen zur Isolation pdf 180kB. Im Rahmen des Contact Tracings wird sich die zuständige kantonale Behörde mit ihr in Verbindung setzen, um in Erfahrung zu bringen, mit wem sie in Kontakt gestanden hat. Die Genannten müssen allenfalls in Quarantäne gehen. Wer die SwissCovid App nutzt, erhält von den kantonalen Behörden, von der Ärztin oder vom Arzt einen Covidcode. Mit diesem kann sie anonym die Benachrichtigungsfunktion in der App aktiviert. Die kantonale Behörde entscheidet, wann die Isolation beendet werden darf. In der Regel kann das Haus frühestens 48 Stunden nach dem Abklingen der Krankheitssymptome verlassen werden. Grundsätzlich müssen aber mindestens 10 Tage seit dem Beginn der Symptome vergangen sein. 

3. Vorgehen bei einem negativen Testergebnis
Lagen bis zum Eintreffen des Testergebnisses keine Symptome vor, kann die betreffende Person die Isolation sofort beenden, andernfalls 24 Stunden nach Abklingen der Symptome.

4. Lohnfortzahlung
Für die Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses und ebenso für die Zeit, die in Isolation zu verbringen ist, weil ein positives Testergebnis vorliegt, haben die betreffenden Personen Anspruch auf Lohnfortzahlung (weitere Informationen siehe nächste Frage). Wer nicht krankgeschrieben ist, nimmt umgehend mit der Schulleitung Kontakt auf, um sich Arbeiten zuteilen zu lassen, die zuhause ausgeführt werden können.

Bekommt jemand, der sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, den vollen Lohn?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Personen, die bei einer öffentlich-rechtlichen Musikschule angestellt sind, erhalten im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne den vollen Lohn. Das gilt auch für die Zeit zwischen dem Auftreten erster Krankheitssymptome bis zum Vorliegen des Testergebnisses bzw. Beginn der Isolation.

Personen, die bei einer privatrechtlichen Musikschule angestellt sind, haben im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne Anspruch auf Corona Erwerbsersatzentschädigung. Detaillierte Informationen sind auf der Website des Bundesamts für Sozialversicherung zu finden . Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet, sondern muss bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Um welche es sich handelt, kann bei der Musikschule erfragt werden. Arbeitet jemand bei mehreren Musikschulen, genügt es, den Anspruch bei einer AHV-Ausgleichskasse anzumelden. Die Entschädigung wird direkt der anspruchsberechtigten Person ausbezahlt, es sei denn, diese erhält von der Musikschule weiterhin den vollen Lohn. In diesem Fall geht die Entschädigung an die Musikschule.

Den privatrechtlichen Musikschulen wird empfohlen, den Personen, die sich in eine ärztlich oder behördlich angeordnete Isolation oder in eine nicht selbstverschuldete Quarantäne begeben müssen, den vollen Lohn zu bezahlen.

Personen, die sich selbstverschuldet in Quarantäne begeben müssen, haben weder bei öffentlich-rechtlichen noch bei privatrechtlichen Musikschulen Anspruch auf Lohn. Als selbstverschuldet gilt eine Quarantäne zum Beispiel dann, wenn sie wegen einer privaten Reise in ein Risikoland angeordnet wird. Die Liste der Risikoländer wird vom Bundesamt für Gesundheit laufend aktualisiert. Quarantänetage, die nicht auf ein Wochenende oder einen Feiertag fallen, werden nach Rücksprache mit der betreffendenPerson entweder vom Ferienguthaben oder (als unbezahlter Urlaub) vom Lohn in Abzug gebracht. Kann die betreffende Person jedoch nachweisen, dass das von ihr bereiste Land erst nach Reiseantritt auf die Liste des Bundesamts für Gesundheit gesetzt wurde, gilt die Quarantäne als unverschuldet.

Die aufgrund einer Meldung der Covid-19-App angeordnete Quarantäne gilt als nicht selbstverschuldet.

Wer sich in Isolation oder Quarantäne begibt, hat auf Aufforderung der Schulleitung  zu belegen, dass er dies aufgrund einer ärztlichen oder behördlichen Anordnung tun muss.

Wer nicht krankgeschrieben ist, nimmt umgehend mit der Schulleitung Kontakt auf, um sich Arbeiten zuteilen zu lassen, die zuhause ausgeführt werden können.

Kann eine Musiklehrperson, die in die Isolation oder Quarantäne muss, dazu verpflichtet werden, Fernunterricht von zuhause aus zu erteilen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Eine Musiklehrperson, die sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, ohne krank zu sein, hat eine Schadenminderungspflicht. Sie kann also von der Schulleitung angewiesen werden, Fernunterricht zu erteilen oder eine andere zumutbare Arbeit von zuhause aus auszuführen.

Wann ist eine Schülerin oder ein Schüler krank, wann nicht?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Grundsätzlich gilt, wenn eine Schülerin oder ein Schüler dem Unterricht der Volksschule fernzubleiben hat, auf ärztliches Geheiss oder nach Dafürhalten der Eltern, nimmt sie oder er auch nicht am Musikunterricht teil.

Das Volksschulamt des Kantons Zürich orientiert sich an den Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz. Diese hat zwei Merkblätter publiziert, die das Vorgehen beschreiben, wenn bei Kindern und Jugendlichen Krankheitssymptome auftreten. Das eine Merkblatt pdf 2MB kommt bei Lernenden des Kindergartens und der Primarschule zum Tragen, das andere pdf 2MB bei Lernenden der Sekundarschule.

Haben Schülerinnen und Schüler in Isolation oder Quarantäne Anspruch auf Fernunterricht?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Den Musikschulen wird empfohlen, gesunden Schülerinnen und Schülern, die sich in Isolation oder Quarantäne befinden, Fernunterricht zu erteilen. Wenn Fernunterricht angeboten wird, haben die Eltern von vornherein keinen Anspruch auf Erstattung oder Ermässigung des Schulgelds. Mehr dazu finden Sie im Kapitel «Schulgeld» .

Haben Lehrpersonen, die von zuhause aus Fernunterricht erteilen, Anspruch auf eine Entschädigung der zusätzlichen Aufwendungen?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Wieweit ist die Musikschule verpflichtet, die Lehrpersonen, die auf Anordnung Fernunterricht im Homeoffice erteilen, für deren zusätzlichen Aufwendungen zu entschädigen (Mietanteil, Energiekosten, Gebühren für Telefon und Internet, Beschaffung von Geräten und Materialien u.a.)?

Gemäss Art. 327 ff des Obligationenrechts ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer die erforderlichen Auslagen zu ersetzen und ihm an Geräten und Material zur Verfügung zu stellen, was er für die Arbeit benötigt. Das gilt auch für die Arbeit im Homeoffice, konkret, wenn eine Lehrperson von zuhause aus Fernunterricht erteilt.

Je nachdem, ob ein Arbeitnehmer freiwillig im Homeoffice arbeitet, oder auf Anordnung des Arbeitgebers, ist die Entschädigungsfrage unterschiedlich zu beantworten. Das coronabedingte Homeoffice wird in der Regel angeordnet. Folglich müssen die Musikschulen die Auslagen der betroffenen Lehrpersonen übernehmen. So will es das Obligationenrecht.

Gleichzeitig besteht in dieser aussergewöhnlichen Lage eine Treuepflicht des Arbeitnehmers, was in der Quintessenz bedeutet, dass sich die Ansprüche in einem angemessenen Rahmen bewegen müssen. Arbeitstisch, Laptop, Telefon- und Internetanschluss dürften in den Haushalten der Lehrperson schon vor der Pandemie vorhanden gewesen sein. Hierfür lässt sich eine Entschädigungsforderung kaum rechtfertigen. Und wenn sich eine Lehrperson, ohne vorherige Rücksprache mit der Schulleitung, ein Mikrofon oder einen Lautsprecher beschafft, kann die Musikschule bestenfalls dazu verpflichtet werden, dafür eine Miete für die Dauer des angeordneten Homeoffice zu bezahlen. Kommt die Musikschule stattdessen aus freien Stücken für die Anschaffung auf, gehören die Gegenstände ihr. Sie bestimmt über deren weitere Verwendung. Die Übernahme eines Mietanteils der Wohnung, in der die Musiklehrperson arbeitet, wäre kaum verhältnismässig, eine Entschädigung für den höheren Energieverbrauch oder höhere Telefongebühren während der Dauer des angeordneten Homeoffice womöglich schon.

Es empfiehlt sich, die Lehrperson, die einen Anspruch geltend machen will, dazu aufzufordern, eine schriftliche Aufstellung der Auslagen vorzulegen. Die Schulleitung kann sodann im Einzelnen prüfen, ob eine Auslage gerechtfertigt bzw. eine Entschädigung angemessen ist.

Von der Festlegung einer Entschädigung in der Schulordnung oder im Personalreglement wird abgeraten. Allenfalls lässt sich die Schulordnung oder das Personalreglement um einen Passus ergänzen, der besagt, das die Frage, ob eine Entschädigungsforderung gerechtfertigt ist, von der Schulleitung in jedem Einzelfall gesondert und ohne präjudizielle Wirkung beurteilt wird.

Schutzkonzept

Auf welchen Rechtsgrundlagen beruht das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen?

Letzte Aktualisierung 5.8.2020

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die Musikschulen am 8. Juli mit Beschluss 704 pdf 80kB dazu angehalten, das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB umzusetzen.

Gilt das Schutzkonzept auch in Gebäuden, die nicht der Musikschule gehören?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Ist die Musikschule in Gebäuden zu Gast, die nicht ihr selbst gehören, zum Beispiel in Schulhäusern, sind in der Regel die Betreiber oder Vermieter für die Vorkehrungen gemäss Kapitel 4 des Schutzkonzepts pdf 99kB zuständig. Für alle anderen Massnahmen bleiben der Schutzbeauftragte der Musikschule und die Lehr- und Leitungspersonen verantwortlich.

Sollten die  Vorkehrungen im betreffenden Gebäude (etwa was die Reinigung anbelangt) allzu weit hinter den Vorgaben des Schutzkonzepts zurückbleiben, kommt die Musikschule nicht umhin, mit dem Betreiber oder Vermieter nach einer Lösung zu suchen.

Was ist zu beachten, wenn der Sicherheitsabstand während des Unterrichts aus irgendeinem Grund unterschritten werden muss?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Schülerinnen oder Schüler ab neun Jahren und Lehrpersonen haben die Schutzmaske immer auf. Für eine kurzzeitige Unterschreitung des Sicherheitsabstands (insgesamt höchstens 15 Minuten) bedarf es keiner weiteren Vorkehrung. Schülerinnen und Schüler, die jünger sind als neun Jahre, setzen für die Zeit der Abstandsunterschreitung (insgesamt höchstens 15 Minuten) ebenfalls eine Schutzmaske auf. Ist das nicht möglich, versucht die Lehrperson, Nähe so gut es geht zu vermeiden. Kommt es zu Körperkontakt, desinfiziert sie sich die Hände. Erachtet die Lehrperson die Weiterführung des Unterrichts als unzumutbar, unterbricht sie ihn und nimmt zur Klärung des weiteren Vorgehens mit der Schulleitung Kontakt auf.

Darf eine Person mit Maskentragedispens in Präsenz unterrichten oder unterrichtet werden, wenn eine Schutzwand vorhanden ist?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

Die Schulleitung kann mit der betreffenden Lehr- oder Leitungsperson besondere Schutzvorkehrungen vereinbaren, die ein sicheres Unterrichten in Präsenz ermöglichen, und sie kann besondere Schutzvorkehrungen auch den betroffenen Schülerinnen und Schülern vorschlagen. Ob eine handelsübliche Trennwand, die in der Regel frei im Raum steht, einen genügenden Schutz gewährleistet, steht zu bezweifeln. Zu berücksichtigen ist die Sättigung der Atemluft mit Aerosolen. Diese wird durch Trennwände nicht verhindert. Ohne besondere Schutzvorkehrungen ist ein Präsenzunterricht nicht möglich.

Reicht der Sicherheitsabstand aus, um Bläserinnen und Bläser, Sängerinnen und Sänger vor einer Ansteckung zu schützen?

Letzte Aktualisierung 16.4.2021

Aufgrund des aktuellen Wissensstands geht der Verband Zürcher Musikschulen davon aus, dass die direkte gegenseitige Beeinträchtigung von Bläserinnen und Bläsern sowie Sängerinnen und Sängern durch die ausströmende Atemluft kleiner ist, als gemeinhin angenommen und somit die Gefahr einer Ansteckung durch die Einhaltung des Sicherheitsabstands von zwei Metern und der allgemeingültigen Hygiene- und Verhaltensmassnahmen ausreichend gemindert wird.

Zu diesem Schluss kommt auch Dr. Thomas Eiche, Arbeitshygieniker SGAH, dessen Untersuchung zu Aerosolen und Tröpfchen in der Raumluft im Schutzkonzept für Theater-, Konzert- und Veranstaltungsbetriebe pdf 110kB publiziert ist.

Die Gefahr, die von Aerosolen in der Raumluft ausgeht, lässt sich aufgrund der gegenwärtig verfügbaren wissenschaftlichen Untersuchungen jedoch noch zu wenig genau bestimmen. Immerhin ist eine deutliche Warnung angezeigt. Wichtig ist deshalb, dass Unterrichts-, Kurs- und Proberäume genügend gross sind und nach jedem Anlass und in den Pausen ausgiebig durchgelüftet werden.

Gemäss Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage pdf 442kB  muss Erwachsenen, die ohne Schutzmaske singen oder auf einem Blasinstrument spielen, eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Davon ausgenommen sind laut Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB die Lehr- und Leitungspersonen sowie Erwachsene im Einer- und Zweierunterricht.

Können Lernende und Lehrende beim Singen oder beim Spielen eines Blasinstruments ganz auf das Tragen einer Schutzmaske verzichten, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten wird oder eine Schutzwand vorhanden ist?

Letzte Aktualisierung 16.4.2020

Ob Schutzwand oder Sicherheitsabstand: Beides schützt nur gegen eine Tröpfcheninfektion. Gegen Aerosole jedoch richten Schutzwände und die Einhaltung des Sicherheitsabstands nur wenig aus. Deshalb sind Schutzmasken unerlässlich, auch für Sängerinnen und Sänger, Bläserinnen und Bläser. Nur gerade während des Singens oder Spielens darf die Schutzmaske unters Kinn geschoben werden.

Das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB sieht für Sängerinnen und Sänger, Bläserinnen und Bläser einen Sicherheitsabstand von zwei Metern vor. Gemäss Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage pdf 442kB  muss Erwachsenen, die ohne Schutzmaske singen oder auf einem Blasinstrument spielen, eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Davon ausgenommen sind laut Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB die Lehr- und Leitungspersonen sowie Erwachsene im Einer- und Zweierunterricht.

Kann das Eltern-Kind-Singen stattfinden?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

Das Eltern-Kind-Musizieren kann unter Einhaltung  des Sicherheitsabstands und der Maskentragepflicht stattfinden. Der Sicherheitsabstand zwischen den Eltern-Kind-Paaren bzw. zwischen Erwachsenen beträgt 1.5 Meter. Von Kind zu Kind und zwischen Kindern und ihren eigenen Eltern muss kein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Die Maskentragepflicht gilt nur für Erwachsene.

Es dürfen, neben der Leitungsperson, maximal 14 Erwachsene teilnehmen. Sofern die anwesenden Erwachsenen ohne Schutzmaske singen oder auf Blasinstrumenten spielen, muss für jeden von ihnen eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Wenn die Erwachsenen mit Maske singen und keine Blasinstrumente spielen, genügen vier Quadratmeter pro anwesende Person (Kinder und Erwachsene).

Wieso wird der Flächenbedarf pro Person mit vier Quadratmetern grösser veranschlagt, als es aufgrund des Sicherheitsabstands von 1.5 Metern notwendig wäre?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Halten sich Menschen für längere Zeit in einem Raum auf, kann es zu einer höheren Sättigung der Atemluft mit Aerosolen kommen. Wie gross die Gefahr ist, die von Aerosolen ausgeht, ist (noch) nicht abschliessend geklärt. Von Untersuchung zu Untersuchung erhärtet sich jedoch der Verdacht, dass Aerosole bei der Ansteckung mit dem Coronavirus eine wichtige Rolle spielen. Die Gefahr dürfte jedoch umso grösser sein, je kleiner der Raum ist.

Aufgrund des Sicherheitsabstands von 1.5 Metern ergäbe sich ein Flächenbedarf pro Person von lediglich 2.25 Quadratmetern. Das ist zu wenig. Deshalb muss in allen Räumen ein Fläche von vier Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen.

Darf der Raum kleiner sein, wenn Schutzmasken getragen werden?

Letzte Aktualisierung 16.4.2021

Der im Schutzkonzept pdf 99kB geforderte Flächenbedarf von vier Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden – Schutzmasken hin oder her.

Zudem gilt die Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage pdf 442kB, die besagt, dass Erwachsenen, die ohne Schutzmaske singen oder auf einem Blasinstrument spielen, eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur Verfügung stehen muss. Davon ausgenommen sind laut Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB die Lehr- und Leitungspersonen sowie Erwachsene im Einer- und Zweierunterricht.

Welche Fläche muss in Bewegungszonen zur Verfügung stehen?

Letzte Aktualisierung 15.4.2021

Die genaue Regel lautet wie folgt:

Vorgaben für Schutzkonzepte, Ziff. 3.1 bis Bst. f
Der Zugang zu öffentlich zugänglichen Innenräumen und Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben sowie zu Veranstaltungen ist wie folgt zu beschränken: Auf Flächen, in denen sich die Personen frei bewegen können, müssen bei mehreren anwesenden Personen für jede dieser Personen mindestens 10 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen […] In Einrichtungen und Betrieben mit einer Fläche bis zu 30 Quadratmetern gilt eine Mindestfläche von 6 Quadratmetern für jede Person.

Im Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 99kB  wird aus Gründen der Praktikabilität auf die 30-Quadratmeter-Grenze verzichtet. In Bewegungszonen müssen sechs Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen.

Dürfen fensterlose Kellerräume für den Unterricht genutzt werden?

Letzte Aktualisierung 19.8.2020

Vorausgesetzt, die Grösse des betreffenden Raums beträgt im Minimum vier Quadratmeter pro anwesende Person und vorausgesetzt, der Raum verfügt über eine leistungsfähige Lüftungsanlage, darf der Raum genutzt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

Die in Luftschutzräumen üblicherweise verbauten Lüftungsaggregate sind nicht leistungsfähig genug. Deren Zweck ist die ausreichende Versorgung mit Frischluft im Falle eines kriegs- oder katastrophenbedingten Schutzraumbezuges. Die Abführung der gebrauchten Luft ist indessen unzureichend.

Dringend empfohlen ist das Einschalten einer Pause nach 30 bis 45 Minuten Unterricht. Während der Pause haben die Lehrperson und die Teilnehmenden den Raum zu verlassen. Das Lüftungsaggregat ist auf der höchsten Stufe einzuschalten. Die Türe hat offen zu stehen (Stosslüftung).

Während des Unterrichts oder des Workshops darf kein Luftzug entstehen. Das Lüftungsaggregat ist auf tiefer Stufe zu betreiben oder ganz auszuschalten.

Im Zweifelsfalle empfiehlt sich der Zuzug eines Lüftungstechnikers, der die Tauglichkeit der Lüftungsanlage bestätigt.

Was ist eine kontrollierte Lüftung?

Letzte Aktualisierung 26.8.2020

Im Schutzkonzept pdf 99kB wird das Vorhandensein einer kontrollierten Lüftung gefordert, sofern sich ein Raum nicht durch das Öffnen von Fenstern und Türen durchlüften lässt.

Dichte Gebäudehüllen unterbinden den Zufluss von frischer (kalter) und den Abfluss gebrauchter (warmer) Luft.  In Gebäuden, die mit Blick auf eine hohe Energieeffizienz gebaut werden (z.B. nach dem Minergie-Standard), bedarf es deshalb einer mechanischen Lüftung, die einen geregelten, kontinuierlichen Luftaustausch und damit eine anhaltende Qualität der Raumluft gewährleistet. Es gibt verschiedene Systeme der kontrollierten Lüftung: Zentrale und dezentrale Systeme, Abluft- und/oder Zuluftsysteme, Syteme mit oder ohne Wärmerückgewinnung.

Aber Achtung: nicht hinter jedem Lüftungsschlitz verbirgt sich eine kontrollierte Lüftung. Es kann sich auch um eine Umluft-Klimaanlage handeln. Diese sind weit verbreitet. Sie saugen die Raumluft an und blasen sie gekühlt wieder aus. Im Raum zirkuliert also immer dieselbe Luft. Hinzu kommt, dass Umluft-Klimaanlagen der Luft Feuchtigkeit entziehen. Trockene Luft begünstigt die Aerosol-Ausbreitung.

Dürfen Angehörige von Lernenden die Areale der Volks- und Musikschulen betreten?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Ja, wenn dies unumgänglich ist, jedoch nur mit Schutzmaske und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands.

Die Bildungsdirektion hat in ihrer Verfügung vom 13. Oktober 2020 pdf 689kB eine Maskenpflicht für alle Erwachsenen erlassen, die sich auf dem Schulareal aufhalten. Seit Inkrafttreten der 5. Ausgabe des Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen gilt die Maskenpflicht für Erwachsene auch in den Gebäuden und Räumlichkeiten der Musikschulen.

Wie werden Blasinstrumente gereinigt?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Für Blasinstrumente sind spezielle Reinigungsmittel von verschiedenen Herstellern erhältlich. Hinsichtlich deren Wirksamkeit bleibt nichts anderes, als sich auf die Angaben der Hersteller zu verlassen. Hier zwei Produkte zur Auswahl: FlautiSept, Desinfektionsmittel für Blockflöten,  Rieger Clean, Desinfektionsspray für Musikinstrumente.

Wie werden Tasteninstrumente gereinigt?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Bei häufigem Gebrauch können alkoholhaltige Desinfektionsmittel dem Instrument Schaden zufügen. Das Musikhaus Fischer zeigt in einem Video, wie Tasteninstrumente schonend gereinigt werden können.

Wem das zu aufwändig ist, der kann spezielle Reinigungsmittel verwenden, die von einigen Herstellern angeboten werden, zum Beispiel von Piano Rätia. Hinsichtlich Wirksamkeit bleibt nichts anderes, als sich auf die Angaben der Hersteller zu verlassen.

Wie werden Harfen gereinigt?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Die Online Harfenschule zeigt in einem Video, wie Harfen schonend gereinigt werden können.

Schulgeld

Haben die Eltern Anspruch auf Rückerstattung des Schulgelds, wenn sich ihr Kind in Isolation oder Quarantäne befindet?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Den Musikschulen wird empfohlen, bei Isolation oder Quarantäne nach den gleichen Grundsätzen zu verfahren, wie bei Krankheit.

Die Handhabung bei krankheitsbedingten Unterrichtsausfällen ist von Musikschule zu Musikschule unterschiedlich. Massgebend sind die Schulordnung oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Falls eine Rückerstattung von Schulgeld in der Schulordnung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehen ist, haben die Eltern oder erwachsenen Schülerinnen und Schüler ihren Anspruch mit einem ärztlichen Zeugnis zu belegen. Folgerichtig ist im Falle einer Isolation oder Quarantäne zu belegen, dass diese vom Arzt oder der zuständigen Behörde angeordnet wurde.

Wird für die Zeit der Isolation oder Quarantäne Fernunterricht angeboten, haben die Eltern von vornherein keinen Anspruch auf Erstattung oder Ermässigung des Schulgelds.

Es empfiehlt sich jedoch, die Rückerstattung von Schulgeld, falls Fernunterricht angeboten wird, bereits in der Schulordnung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auszuschliessen. Dieser Ausschluss sollte sich auch auf Ermässigungen erstrecken, die gegebenenfalls mit dem Argument geltend gemacht werden, der Fernunterricht entspreche in Umfang und Qualität nicht dem Präsenzunterricht. Ein entsprechender Absatz könnte wie folgt lauten:

Kann aus Gründen, die nicht in der Verantwortung der Musikschule oder der einzelnen Musiklehrperson liegen, kein Präsenzunterricht erteilt werden, wird den Schülerinnen und Schülern nach Möglichkeit Fernunterricht angeboten. Ein Anspruch auf Erlass oder Senkung des Schulgelds besteht nicht.

Der vorstehenden Formulierung zufolge gilt das Schulgeld auch dann als geschuldet, wenn kein Fernunterricht angeboten werden kann oder wenn eine Schülerin oder ein Schüler den  Fernunterricht nicht in Anspruch nehmen will.

Haben Eltern oder erwachsene Lernende Anspruch auf Rückerstattung des Schulgelds für Leistungen, die wegen der Covid-19-Pandemie nicht erbracht werden konnten?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Die Rechtslage ist unklar. Immerhin kommen die meisten Sachverständigen mehr oder weniger deutlich zum Schluss, dass die Zahlungspflicht einer Kundin oder eines Kunden entfällt, wenn der Anbieter seine Dienstleistung wegen behördlichen Anordnungen nicht aufrechterhalten kann. Einseitig zu Ungunsten der Kundin oder des Kunden formulierte Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Verträge verstossen möglicherweise gegen das Lauterkeitsprinzip. Andererseits können die Kunden ein annähernd gleichwertiges Angebot nicht einfach ausschlagen.

Für die Musikschulen lässt sich daraus – im Sinne einer Empfehlung – das folgende Vorgehen ableiten: Das Schulgeld für Präsenzunterricht, der ausgefallen ist und nicht durch Fernunterricht ersetzt werden konnte, ist den Eltern oder erwachsenen Lernenden zurückzuerstatten oder zu erlassen. Um Konflikten vorzubeugen, wird den Musikschulen empfohlen nicht zu unterscheiden, ob die Gründe für das Nichtstattfinden des Fernunterrichts bei der Schülerin, dem Schüler oder der Lehrperson lagen. Das Schulgeld für Kurse und Proben, die ausfallen mussten, ist den Eltern zurückzuerstatten.

Wie wird das geschuldete Schulgeld berechnet?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Quantitativ wird Fernunterricht dem Präsenzunterricht gleichgesetzt. Das heisst für ein- und dieselbe Unterrichtsdauer gilt auch ein- und dasselbe Schulgeld als geschuldet.

Den Musikschulen wurde schon früh empfohlen, von den Lehrpersonen die minutengenaue Aufschreibung der Unterrichtsanlässe einzufordern. Dafür kann die Tabelle des Verbands Zürcher Musikschulen Excel 17kB oder ein anderes Hilfsmittel verwendet werden.

Das geschuldete Schulgeld errechnet sich im Verhältnis des Unterrichts, der stattgefunden hat, zum Unterricht, der nicht stattgefunden hat. Die Vor- und Nachbereitungszeit, die vor allem zu Beginn des Fernunterrichts deutlich grösser war, als beim gewohnten Präsenzunterricht, ist bei der Berechnung des Schulgelds zu vernachlässigen.

Ist es sinnvoll, den Kunden aus qualitativen Gründen einen Nachlass auf das Schulgeld zu gewähren?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Kein didaktisch noch so ausgefeilter Fernunterricht kann die persönliche Interaktion zwischen Lehrperson und Schülerin oder Schüler ersetzen. Zuweilen ist von Eltern zu hören, sie hätten keinen Fernunterricht bestellt. Mag sein, doch sie haben Musikunterricht bestellt. Und während eines Shutdowns können die Lehrpersonen ihre Schülerinnen und Schüler nur über Fernunterricht erreichen. Sie haben diesen folglich die höchste Qualität geboten, die unter den gegebenen Umständen möglich war. Ein Nachlass beim Schulgeld aus qualitativen Gründen ist nicht gerechtfertigt.

Ist es sinnvoll, den ausgefallenen Unterricht in die Nachcoronazeit zu verschieben?

Letzte Aktualisierung 28.1.2020

Bei Kindern und Jugendlichen, die bereits in der Schule unter Nachholdruck stehen, ist es nicht sinnvoll, ausgefallenen Musikunterricht zu verschieben. Zudem dürfte eine vorübergehende Erhöhung der Kapazitäten, um verschobenen Unterricht abzuarbeiten, nur dann ohne Weiteres zu bewerkstelligen sein, wenn die Musikschule das im Voraus mit den Lehrpersonen abgesprochen hat.

In welcher Form erhalten die Kunden ihr Geld zurück?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Falls die Schulgelder für das laufende Semester bereits zum üblichen Tarif verrechnet und teilweise bezahlt wurden, muss sich die Musikschule entscheiden, ob sie zurückzahlen oder auf das kommende Semester gutschreiben will.

Will die Musikschule zurückzahlen, erhalten die Kunden eine neue Rechnung, die die alte ersetzt. Zusammen mit der neuen Rechnung werden die Kunden um Angabe der Bankverbindung für eine allfällige Rückzahlung gebeten.

Will die Musikschule auf das kommende Semester gutschreiben, erhalten die Kunden eine Gutschrift. Wer davon keinen Gebrauch machen kann, weil er sein Kind vom Musikunterricht abgemeldet beziehungsweise den Vertrag gekündigt hat, erhält – wie oben erläutert – eine neue Rechnung und wird gebeten, die Bankverbindung für eine allfällige Rückzahlung bekanntzugeben.

Falls die Schulgelder für das laufende Semester noch nicht verrechnet wurden, erhalten die Kunden eine Rechnung für den bis zum Shutdown geleisteten Präsenz- und den anschliessend geleisteten Fernunterricht.

Mit pauschalen Nachlässen wird analog verfahren. Diese können auf der Rechnung für das laufende oder das kommende Semester gewährt werden.

Wie ist mit Abonnements zu verfahren?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Den Musikschulen wird empfohlen, die Bezugsfrist für den Abonnementsunterricht (sofern eine solche besteht) zu verlängern.

Der Ausfall des Abonnementsunterrichts während des Shutdowns kann bei den Lehrpersonen zu finanziellen Engpässen führen. Womöglich ist es sinnvoll, den Lehrpersonen den Lohn für den Unterricht aus verkauften Abonnements vorzuschiessen.

Wie lassen sich ungerechtfertigte Entschädigungsansprüche von vornherein ausschliessen?

Letzte Aktualisierung 28.1.2021

Um ungerechtfertigte Entschädigungsansprüche der Eltern im Falle eines Ausfalls des Präsenzunterrichts von vornherein auszuschliessen, kann in die Schulordnung ein Passus folgenden Wortlauts aufgenommen werden:

Kann aus Gründen, die nicht in der Verantwortung der Musikschule oder der einzelnen Musiklehrperson liegen, kein Präsenzunterricht erteilt werden, wird den Schülerinnen und Schülern nach Möglichkeit Fernunterricht angeboten. Ein Anspruch auf Erlass oder Senkung des Schulgelds besteht nicht.

Der vorstehenden Formulierung zufolge gilt das Schulgeld auch dann als geschuldet, wenn kein Fernunterricht angeboten werden kann oder wenn eine Schülerin oder ein Schüler den  Fernunterricht nicht in Anspruch nehmen will.

Datenschutz

Welche Vorkehrungen sind im Hinblick auf den Datenschutz zu treffen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Nach wie vor wird Fernunterricht über Internetdienste angeboten, wenn auch nicht mehr so häufig wie während des Shutdowns. Weil Auftritte wegfallen, äussern Eltern, Schülerinnen und Schülern zudem vermehrt den Wunsch, das Unterrichtsanlässe für Verwandte und Bekannte auf Bild- und Tonträgern festgehalten werden. Es stellt sich somit die Frage, was die Musikschulen in Bezug auf den Datenschutz vorzukehren haben.

Ohne die ausdrückliche Zustimmung aller Protagonisten sollten keine Internetdienste genutzt und keine Videos und Fotos hergestellt werden. An Musikschulen gilt dieser Grundsatz umso mehr, als Minderjährige vor der missbräuchlichen Verwendung von Bild- und Tonmaterial geschützt werden müssen. Auch wenn Kinder und Jugendliche täglich Selfies mit ihren Freunden teilen, geht im Verantwortungsbereich einer Musikschule streng genommen nichts ohne schriftliche Zustimmung der Eltern.

Den Musikschulen wird empfohlen, den Lehrpersonen ein Standardschreiben auszuhändigen, mit dem sie die Zustimmung der Eltern einholen können. Zum Download stehen hier zwei Mustervereinbarungen bereit, eine für die Nutzung von Internetdiensten docx 35kB und eine für die Herstellung und Verwendung von Fotos und Videos docx 30kB.

In welcher Form kann der Datenschutz in der Schulordnung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert werden?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Die Musikschule Pfannenstiel plant, die nachstehenden Bestimmungen zum Datenschutz in die Schulordnung aufzunehmen. Das Vorhaben sei zur Nachahmung empfohlen.

Bild- und Tonaufnahmen sowie Videos & Online-Formate
Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erteilen mit der Anmeldung der Musikschule die Erlaubnis, Bild- und Tonaufnahmen für Unterrichtszwecke (z.B. Information der Eltern, Übungshilfen für zuhause u. dergl.) sowie für allfällige Publikationen in On- und Offline-Medien zur Berichterstattung und Eigenwerbung zu verwenden. Dies betrifft Bild- und Tonaufnahmen inkl. Videos und Online-Formate, die für den Unterricht oder sonst im Zusammenhang mit der Musikschule an öffentlichen Veranstaltungen, Wettbewerben und Musikreisen/Lagern erstellt wurden. Namen werden nicht genannt. Für Portraitaufnahmen zur Publikation holt die Musikschule vorher die spezifische Zustimmung ein. Nahaufnahmen zum Zweck des Unterrichts dürfen ohnedies erstellt und verwendet werden, es gelten dafür auch die Bestimmungen über den Online-Unterricht.

Online-Unterricht
Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erteilen mit der Anmeldung der Musikschule ihr Einverständnis, den Unterricht wo objektiv nötig (z.B. im Rahmen von Pandemie-Massnahmen) statt physisch präsent in der Form von Fernunterricht mittels internetbasierten Videokonferenzen (Online-Unterricht) oder sonst via Filmtechniken zu erteilen. Über die Notwendigkeit dafür entscheidet die Leitung der Musikschule. Zum Schutz der Persönlichkeit und Privatsphäre von Schülerin, Schüler und Eltern zuhause gelten die Bestimmungen über Bild- und Tonaufnahmen sowie Videos. Für die Musiklehrpersonen gelten zudem die strikten Vorgaben gemäss dem Anstellungs- und Besoldungsreglement der Musikschule.

Kurzarbeit

Kann eine Musikschule nach wie vor Kurzarbeit anmelden?

Letzte Aktualisierung 29.10.2020

Privatrechtliche Musikschulen können nach wie vor Kurzarbeit anmelden, auch wenn davon nur einzelne Mitarbeitende betroffen sind, etwa die Lehr- und Leitungspersonen von Kursen, Proben und Veranstaltungen, die nicht mehr stattfinden können.

Um das geforderte Minimum an Arbeitsausfällen zu erreichen, ist es möglich, den betroffenen Bereich – zum Beispiel den Gesang – in der Anmeldung als «Abteilung» zu bezeichnen.

Welches Ziel verfolgt der Staat mit der Kurzarbeitsentschädigung?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Als Kurzarbeit bezeichnet man die vorübergehende teilweise oder vollständige Einstellung der Arbeit in einem Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen, aufgrund von behördlichen Massnahmen und infolge anderer, vom Arbeitgeber nicht beeinflussbarer Umstände. Mit der Kurzarbeitsentschädigung erstattet die Arbeitslosenversicherung den von Kurzarbeit betroffenen Betrieben einen Teil der Lohnkosten. Damit sollen Kündigungen verhindert werden.

Nach welchen Grundsätzen erfolgt die Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung während des Corona-Shutdowns?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Der Bundesrat hat die Anspruchsberechtigung ausgeweitet und das Verfahren zur Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung vereinfacht. Über die Details gibt die Website von arbeit.swiss Auskunft.

Welche Musikschulen haben Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Öffentlichrechtliche Betriebe und Organe haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Dazu gehören alle Musikschulen, die Teil einer (Schul-)Gemeinde sind. Kurzarbeit können nur die privatrechtlichen Musikschulen anmelden.

Es gibt privatrechtliche Musikschulen, die keine Kurzarbeit anmelden, weil sie aufgrund von Vereinbarungen mit den (Schul-)Gemeinden, davon ausgehen können, dass diese den Aufwandüberschuss (Gesamtaufwand nach Abzug der Elternbeiträge und des Staatsbetrags) auch für die Zeit des Shutdowns übernehmen. Allen Musikschulen, für die das nicht zutrifft, sei die Anmeldung von Kurzarbeit dringend empfohlen.

Für welche Mitarbeitenden kann Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Kurzarbeit kann grundsätzlich für alle Mitarbeitenden angemeldet werden, die ihrer Arbeit aufgrund des Shutdowns der Musikschulen teilweise oder vollumfänglich nicht nachkommen können: MGA-Lehrpersonen, Lehrpersonen des Klassenmusizierens, Leitende von Ensembles, Orchestern und Chören, Kursleitende, Instrumental- und Vokallehrpersonen, die keinen oder nur partiellen Fernunterricht anbieten (unabhängig von Grund), Schulleitende, Mitarbeitende der Verwaltung und der Dienste (Hauswarte u.a.).

Die Musikschulen können Kurzarbeit auch für Mitarbeitende anmelden, die in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen, sowie für Personen, die auf Abruf für die Musikschule tätig sind, sofern sie das vorher über sechs Monate waren.

Doch wie wird vorgegangen, wenn Personen von der Musikschule für eine einzelne Veranstaltung gebucht wurden, die dann nicht stattfinden konnte (Korrepetitierende, Jurierende u.a.)? Diese stehen mit der Musikschule nicht in einem Arbeits-, sondern in einem Auftragsverhältnis.Ein Honorar ist nicht geschuldet. Ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht nicht.

Kann auch für MGA-Lehrpersonen und Lehrkräfte des Klassenmusizierens Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Wie gesagt, können privatrechtliche Musikschulen Kurzarbeit grundsätzlich für alle Musiklehrpersonen anmelden, die nicht unterrichten können. Es gibt jedoch  Musikschulen, die das für MGA-Lehrpersonen und Lehrkräfte des Klassenmusizierens nicht tun, weil der Leistungsauftrag mit den (Schul-)Gemeinden so abgefasst ist, dass von einer Zahlungspflicht auch im Falle des Nichtstattfindens ausgegangen werden kann.

Den Musikschulen sei empfohlen, bei den betreffenden (Schul-)Gemeinden abzuklären, ob eine solche Zahlungspflicht erkannt wird. Dem Verband Zürcher Musikschulen sind Fälle bekannt, in denen die (Schul-)Gemeinde den Leistungsauftrag anders auslegt bzw. eine Zahlungspflicht ausschlägt.

Wenn auf Beschluss der (Schul-)Gemeinde keine MGA stattfindet und keine Zahlungspflicht erkannt wird, soll die Musikschule für die betroffenen Musiklehrpersonen Kurzarbeit anmelden. Wenn die Anerkennung der Zahlungspflicht fraglich ist, soll sie es vorsorglich tun, so das Fazit.

Ab welchem Arbeitsausfall kann Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Der Arbeitsausfall muss mindestens 10 Prozent der Soll-Arbeitszeit aller Mitarbeitenden betragen.

Ab welchem Datum kann Kurzarbeit angemeldet werden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Zu jedem Zeitpunkt ab sofort, aber nicht rückwirkend. Die Voranmeldung muss dem Amt für Wirtschaft und Arbeit AWA zwar vor Beginn der Kurzarbeit eingereicht werden, eine Voranmeldefrist besteht jedoch nicht. Diese wurde aufgehoben.

Braucht es das Einverständnis der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Für die Anmeldung braucht es das Einverständnis nicht. Bei der Abrechnung muss es jedoch vorliegen. Die Mitarbeitenden müssen mit der Lohnkürzung auf 80 Prozent des vereinbarten Lohns einverstanden sein. Zur Einholung des Einverständnisses kann das Formular pdf 573kB der Arbeitslosenversicherung ALV verwendet werden.

Zahlt die Musikschule den Mitarbeitenden freiwillig weiterhin 100 Prozent des vereinbarten Lohns, müssen diese der Kurzarbeit nicht zustimmen.

Wie ist vorzugehen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Das Anmelde- und Abrechnungsverfahren wird kurz und bündig in der Grafik pdf 241kB des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO beschrieben. Weitere Informationen sind auf der Website von arbeit.swiss und der des Amtes für Wirtschaft und Arbeit zu finden.

Voranmeldung:
Die Voranmeldung der Kurzarbeit erfolgt mit dem entsprechenden Formular Excel 70kB an die Mailadresse voranmeldung.kurzarbeit@vd.zh.ch oder an die Postadresse Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Kurzarbeit, Stampfenbachstrasse 32, 8090 Zürich.

Verfügung:
Auf die Voranmeldung antwortet die Arbeitslosenversicherung mit einer Verfügung. Diese ist wie folgt zu interpretieren:

Die Mitteilung «Gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung erheben wir keinenEinspruch.» bedeutet, dass die Kurzarbeit bewilligt wurde. Die Bewilligungsdauer beträgt aufgrund der aktuellen Situation neu 6 Monate.

Die Mitteilung «Gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung erheben wir teilweise Einspruch.» bedeutet, dass die Kurzarbeit teilweise bewilligt wurde. Das bezieht sich auf die Bewilligungsdauer oder auf andere Gründe, die in der Verfügung allenfalls beschrieben werden.

Die Mitteilung «Gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung erheben wir Einspruch.» bedeutet, dass die Kurzarbeit nicht bewilligt wurde.

Abrechnung:
Der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich kann der Antrag zur Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung per E-Formular eingereicht werden. Detaillierte Informationen sind den Erläuterungen pdf 294kB zu entnehmen.

Das Antragsformular inklusive Unterlagen muss für jeden Monat einzeln eingereicht werden. Es darf frühestens ab dem 26. des laufenden Monats und muss spätestens bis drei Monaten nach Ende des von Kurzarbeit betroffenen Monats eingereicht werden. Die Auszahlung erfolgt frühestens ab dem ersten Tag des Folgemonats.

Braucht es eine Arbeitzeiterfassung?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Ja. Alle Mitarbeitenden, für die Kurzarbeit angemeldet werden soll, müssen ihre Arbeitszeit erfassen.

In der Abrechnungstabelle Excel 18kB des Verbands Zürcher Musikschulen, die dem Antrag auf Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung beizulegen ist, muss nur die Unterrichtszeit erfasst werden. Die Tätigkeiten in der unterrichtsfreien Zeit berücksichtigt die Abrechnungstabelle automatisch. Zur Erfassung der Unterrichtszeit kann das Formular Excel 17kB des Verbands Zürcher Musikschulen oder ein anderes Hilfsmittel verwendet werden.

Wie wird die ausgefallene Arbeitszeit korrekt berechnet?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Die korrekte Abrechnung der Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung ist eine knifflige Angelegenheit. Was die Musiklehrpersonen betrifft, geht es ja nicht nur um den Unterricht, der teilweise oder ganz ausfallen musste, sondern auch um einzelne Aufgaben des Berufsauftrags, die wegen des Shutdowns nicht wahrgenommen werden konnten. Der Verband Zürcher Musikschulen hat deshalb auf der Grundlage des geltenden Besoldungsreglements eine Abrechnungstabelle Excel 18kB entwickelt, die den Musikschulen die Arbeit erleichtert. Mit dieser Tabelle können sowohl die Musiklehrpersonen als auch die übrigen Mitarbeitenden abgerechnet werden. Die beiden Ergebniswerte (Soll- und Ausfallstunden) können direkt in den Antrag zur Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung übertragen werden. Die ausgedruckte und unterzeichnete Abrechnungstabelle ist, zusammen mit dem Antrag, der Arbeitslosenkasse einzureichen. Fürs Erste sind die Soll- und Ausfallstunden durch die Abrechnungstabelle ausreichend belegt. Für den Fall, dass die Arbeitslosenkasse weitere Belege einfordert, ist die Arbeitszeiterfassung der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden bereitzuhalten.

Kann die Musikschule den Mitarbeitenden freiwillig 100 Prozent des Lohns auszahlen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Ja. Musikschulen, die Kurzarbeitsentschädigung beziehen, dürfen den betroffenen Mitarbeitenden weiterhin 100 Prozent des vereinbarten Lohns auszahlen.

Die Mitarbeitenden müssen der Kurzarbeit nicht zustimmen, wenn ihnen weiterhin 100 Prozent des vereinbarten Lohns ausbezahlt wird.

Weitere Fragen

Was geschieht mit den im Zusammenhang mit einem Schulwechsel (Austauschschüler/in) bereits geleisteten Zahlungen, wenn der Unterricht ausgefallen ist?

Letzte Aktualisierung 3.6.2020

Der Vorstand des Verbands Zürcher Musikschulen hat Folgendes beschlossen: Fielen Lektionen, die im Rahmen eines Schulwechsels (bisher «Zusammenarbeitsregelung» oder «Schüler/innenaustausch»)  zu erteilen gewesen wären, während des Corona-Shutdowns ganz oder teilweise aus, verzichtet die Musikschule der Wohngemeinde der Schülerin/des Schülers auf eine Rückforderung bereits geleisteter Zahlungen.

Wer beantwortet weitere Fragen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Bitte wenden Sie sich mit weiteren Fragen an die Geschäftsstelle des Verbands Zürcher Musikschulen, vielen Dank.

info@vzm.ch
+41 43 243 87 77